Lokalsport

Vorjahressieg in exakt gleicher Zeit wiederholt

Auf enttäuschend wenig Resonanz ist die 13. Auflage des Ötlinger Dreikönigslaufs gestoßen: Gerade einmal 152 Teilnehmer wagten sich auf die zehn Kilometer lange Strecke durchs Rübholz. Schnellste waren Matthias Heer (LG Neckar-Erms) in 34,08 und Ute Philippi (LAV Tübingen) in 39,56 Minuten.

PETER EIDEMÜLLER

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KIRCHHEIM So eilig wie er es hatte, ins Ziel zu kommen, so eilig hatte es der Gewinner des 13. Ötlinger Dreikönigslaufs auch, wieder nach Hause zu kommen bei der Siegerehrung in der Mörikhalle suchte man vergeblich nach Matthias Heer, der zuvor mit seinem Teamkameraden Clemens Silabetzschky für einen Doppelsieg der LG Neckar-Erms gesorgt hatte. Heer war dabei in 34,08 Minuten gerade einmal drei Sekündchen schneller als sein Mannschaftskollege. Dennoch verpasste der 23-Jährige den Streckenrekord (32,59 Minuten) aus dem Jahre 1998 deutlich: Damals trug sich mit Albrecht Bauer ebenfalls ein Läufer der LG Neckar-Erms in die Ötlinger Annalen ein.

Der Siegerin bei den Frauen gelang gestern übrigens nicht nur die Wiederholung ihres Vorjahreserfolgs: Ute Philippi vom LAV Tübingen erzielte in 39,56 Minuten sogar exakt die selbe Zeit wie 2007. Dabei verbindet die Aichelbergerin, die zum vierten Mal in Ötlingen am Start war, eine Art Hass-Liebe mit der Strecke durchs Rübholz: "Immer wenn ich nach Ötlingen komme, weiß ich, dass ich schlecht laufen werde." Trotz abermaligem Sieg war Philippi, die eine Zehn-Kilometer-Bestzeit im 37-Minutenbereich stehen hat, nicht ganz zufrieden mit sich. "Silvester war ich in Bietigheim am Start und da lief's irgendwie besser."

Besser laufen hätte nach Ansicht von Organisator Oliver Helstab das Anmeldeprozedere via Internet: Da der Webmaster des TSVÖ vorübergehend nicht greifbar ist, war eine Anmeldung über die Homepage der Ötlinger nicht möglich. "Das zu ändern haben wir ganz klar verpennt", gab Helstab, der allerdings auch das schmuddlige Regenwetter für die Minus-Teilnehmerzahl von 152 verantwortlich machte, zu.

In der Tat dürfte der gestern Morgen immer wieder einsetzende Regen Teilnahmewillige spontan von ihrem Besuch im Rübholz abgehalten haben. Dabei präsentierte sich die Strecke bis auf wenige Meter entgegen vorheriger Befürchtungen eisfrei sehr zur Freude des anwesenden DRK-Teams, das aufgrund dessen keine ausgerutschten Läufer versorgen musste: Die 152 Läufer und neun Nordic-Walker kamen ohne Blessuren im Ziel an.