Lokalsport

Vorschusslorbeeren für den FCF

Konkurrenz zweifelt nicht am Frickenhausener Titelgewinn

Die Liga ist sich einig, der FC Frickenhausen wird sich Meisterschaft und Direktaufstieg nicht mehr nehmen lassen. Dahinter entbrennt ein spannender Kampf um den Relegationsplatz, in dem der SV Ebersbach die besten Karten hat.

Frickenhausen. 19 Spiele, 16 Siege, zwei Remis und nur eine Niederlage. Dazu die mit 53 Treffern beste Offensive und mit 16 Gegentoren sicherste Defensive – der aus der Konkursmasse des VfL Kirchheim verstärkte FC Frickenhausen war das Maß der Dinge in der Landesligavorrunde. Obwohl der langjährige Trainer Murat Isik den FCF in der Winterpause Richtung Oberligist SSV Reutlingen verlassen hat, zweifelt niemand daran, dass die Mannschaft unter der Leitung des seitherigen Co-Trainers Martin Mayer den Zehn-Punkte-Vorsprung noch verspielen könnte. Nicht einmal die Teilnehmer einer nicht ganz ernst gemeinten Umfrage bei Facebook – nach den Titelaussichten des FCF befragt, glaubt die augenzwinkernde Mehrheit, dass es noch mal knapp wird, wenn Marco Parotta die Elfmeter schießt.

Anzeige

So oder so: Vor Beginn der Restrückrunde kassieren die Frickenhau­sener reichlich Vorschusslorbeeren. „Die sind momentan einfach eine Klasse für sich“, sagt der Abteilungsleiter der SF Dorfmerkingen, Karl Böss, stellvertretend für die gesamte Konkurrenz. Böss‘ Team liegt zur Winterpause mit 35 Punkten auf Platz drei, hat den zweitplatzierten SV Ebersbach (40) allerdings noch nicht aus den Augen verloren. „Wir wollen nochmals angreifen, um eventuell Platz zwei noch zu erreichen“, so der Dorfmerkinger Fußballboss.

Schwer genug wird‘s, zumal sich der SVE schlagkräftige Verstärkung geholt hat. Heiko Ossner vom AC Catania soll den Konkurrenzkampf im Ebersbacher Tor beleben, das mit Michael Schöffel von einem weiteren Ex-Kirchheimer gehütet wird – beide Keeper spielten in der Vergangenheit bereits für den VfL. Spannend wird zu beobachten sein, wie die Ebersbacher den verletzungsbedingten Ausfall ihres Spielertrainers Dinko Radojevic (Kreuzbandprobleme) kompensieren können. Nicht nur der sportliche Leiter Jürgen Schorstädt knüpft in diesem Zusammenhang Erwartungen an die Rückkehr des in der Vorrunde verletzten Topstürmers Hakan Arslan. „Wir hoffen alle, dass er wieder spielen kann. Das wäre ganz wichtig“, so Schorstädt.

In Schlagdistanz zum Relegationsplatz liegt der FV Illertissen II. Vorrangiges Ziel des aktuellen Tabellenvierten ist jedoch, am Saisonende mindestens Sechster zu werden. Hintergrund ist der Verbandswechsel nach Bayern (siehe neben stehender Infoartikel), dessen Auswirkungen die Illertissener noch nicht abschätzen können. „Bislang hieß es, wir werden unabhängig von unserem Abschneiden in die bayerische Landesliga eingegliedert. Jetzt steht wieder mindestens das Erreichen von Platz sechs im Raum“, zuckt Trainer Holger Bachthaler mit den Achseln.

Illertissen ade, scheiden tut (Kellerkindern) nicht weh

Der Abstiegskampf in der Fußball-Landesliga entschärft sich: Mussten bisher vier Vereine um den Verbleib in der siebthöchsten Spielklasse bangen, reduziert sich diese Zahl aller Voraussicht nach auf drei. Hintergrund ist der Verbandswechsel des FV Illertissen, der ab der kommenden Saison in Bayern auf Punktejagd gehen wird. „Die spielen die Runde ganz normal zu Ende, werden dann aber auf Platz 17  als erster Absteiger geführt“, erklärt Staffelleiter Karl-Heinz Deutelmoser. Obwohl dadurch eigentlich nur noch der 16.  und der 15. absteigen müssten, können die Kellerkinder noch lange nicht aufatmen. Sollte nämlich aus der Verbandsliga ein Club in die Landesliga, Staffel 2, absteigen, muss dort auch der Tabellenvierzehnte weichen – just danach sieht‘s mit dem TSV Essingen als abgeschlagenem Verbandsligavorletzten eindeutig aus. Stand der (Abstiegs-)Dinge vor Beginn der Restrückrunde der Landesliga: Platz 13 berechtigt zur Relegation, Platz zwölf bedeutet die sichere Rettung.pet