Lokalsport

Wackershauser: Aller guten Dinge sind drei

Kirchheim. Warum ins ferne Wattenscheid schweifen, wenn das gute Heilbronn liegt so nah – für Anja Wackershauser, Kirchheimer Sprinterin im Dress des VfB Stuttgart, an diesem Wochenende eine rein rhetorische Frage. Statt bei der Leichtathletik-Gala in Wattenscheid nur einen Start über 200 Meter zu absolvieren, nimmt die 22-Jährige lieber drei Läufe beim WLV-U23-Länderkampf heute in Heilbronn wahr. „Da kann ich 100 und 200 Meter laufen und mit der Staffel antreten“, erklärt sie. Erklärtes Ziel dabei ist neben einer optimalen Punkteausbeute für den WLV-Tross, der im Frankenstadion auf Mannschaften aus Österreich und der Schweiz trifft, eine 200-Meter-Zeit unter 24 Sekunden. Die Tendenz stimmt zumindest: zuletzt war Wackershauser 24,04 und 24,03 Sekunden schnell gewesen und hat auch über 100 Meter aufhorchen lassen: Mit 11,88 Sekunden verpasste sie vor zwei Wochen bei den Landesmeisterschaften ihre persönliche Bestleistung von 11,83 nur knapp. „Das stimmt mich zuversichtlich“, sagt sie.

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Alles andere als zuversichtlich klingt Hürdensprinter Lukas Erdmann, der wie schon so oft nicht richtig in Tritt kommt. War er nach überstanden gewähnten Leisten- und Sprunggelenksproblemen vor zwei Wochen in Böblingen noch Landesmeister über 110 Meter Hürden geworden, ist die Saison bereits wieder ins Stocken geraten: Ein unerklärlicher Fieberschub setzte den 27-Jährigen aus Weilheim vergangenes Wochenende außer Gefecht, Erdmann ließ sich vorsichtshalber Antibiotika verschreiben. „Das Fieber ist wieder weg, trainieren kann ich aber noch nicht richtig“, klagt er. Wann und wo der nächste Wettkampfeinsatz erfolgt ist völlig offen.

Ähnliches gilt für Sprinttalent Oliver Haussmann vom VfL Kirchheim. Die vermutete Zerrung im Beuger, die sich der 19-Jährige vor zwei Wochen bei den baden-württembergischen Meisterschaften in Böblingen zugezogen hatte, entpuppte sich als Muskelfaserriss. „Keine Ahnung, wie lange ich nicht trainieren kann“, zuckt Haussmann die Schultern, „bei meinem letzten Faserriss waren es vier Wochen.“ Selbst in diesem ungünstigsten aller Fälle wäre eine Teilnahme am Saisonhöhepunkt nicht gefährdet: Vom 6. bis 8. August finden im Ulmer Donaustadion die deutschen Jugendmeisterschaften statt. pet