Lokalsport

Walldorfs schwarze Serie als Mutmacher

VfL-Fußballer spekulieren auf Punktgewinn

Noch drei, womöglich sogar vier Begegnungen hat der VfL Kirchheim in der Fußball-Oberliga bis zur Winterpause zu absolvieren. Zum Vorrundenabschluss gastieren die Teckstädter am morgigen Samstag ab 14.30 Uhr beim FC Astoria Walldorf.

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Kirchheim. Nach dem ursprünglichen Spielplan wäre für die Fußballer des VfL Kirchheim das Heimspiel gegen den FV Illertissen am 12. Dezember die letzte Partie in diesem Jahr gewesen. Seit gestern ist das anders. Die am Wochenende ausgefallene VfL-Partie gegen den ASV Durlach hat der Württembergische Fußball-Verband (WFV) inzwischen nämlich auf den 20. Dezember terminiert. Das passt den VfL-Verantwortlichen gar nicht in den Kram, weil einige Spieler da schon im Urlaub sind. „Wir werden alles versuchen, das Spiel auf das nächste Jahr zu verlegen“, kündigte VfL-Geschäftsführer Walter Rau an.

Morgen steht die schwere Aufgabe beim Tabellenneunten Astoria Walldorf auf dem Programm. Ein besonderes Augenmerk müssen die Blauen auf Walldorfs Kanonier Marcel Löbich richten. Der 26-Jährige hat immerhin schon neun Tore erzielt – und das als Innenverteidiger. Vor allem nach Standardsituationen schaltet sich Löbich immer wieder mit in die FCA-Angriffsbemühungen ein. Für den verletzten Stammtorhüter Patrick Gühring wird wieder Philipp Uttikal zwischen den Pfosten stehen –laut Baumann die mittelfristige Lösung.

Ob die Teckstädter in Walldorf mit einer oder zwei Angriffsspitzen beginnen werden, ist noch offen. Dieser Frage misst der Kirchheimer Übungsleiter aber ohnehin nicht erste Priorität bei, denn Gruppendynamik ist gefragt. „Wir müssen den Gegner 90 Minuten beschäftigen, dann werden wir auch erfolgreich sein“, sagt Baumann.

Für die restlichen drei/vier Spiele hat sich Baumann kein konkretes Punkteziel gesetzt – zumindest gibt er nach außen keinen Kommentar dazu ab. „Fußball ist kein Wunschkonzert.“ An den letzten Auftritt in Walldorf haben die Teckstädter keine allzu guten Erinnerungen. 2007/08 setzte es eine 1:5-Klatsche. Ein wenig Hoffnung macht die Tatsache, dass die Gastgeber keines der letzten fünf Spiele mehr gewannen. Den letzten „Dreier“ gab es am 25. September per 3:0 im Lokalderby gegen den VfR Mannheim. Walldorfs Trainer Roland Dickgießer verlangt: „Wir müssen so schnell wie möglich wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren.“

Vor allem im heimischen FC-Astoria-Stadion haben die Schützlinge von Trainer Dickgießer noch keine Bäume ausgerissen: Von acht Heimspielen gewannen sie nur zwei. Erstaunlicherweise hat der FC Astoria Walldorf auswärts (12) mehr Punkte geholt als zu Hause (8).

Doch Dickgießer arbeitet gerne in Waldorf: Die Trainingsmöglichkeiten sind nahezu ideal.

„Eigentlich sollten wir vier, fünf Punkte mehr auf unserem Konto haben“, sagt Dickgießer. Gegen Kirchheim ist ein Dreier Pflicht – nicht nur, um die schwache Heimbilanz etwas aufzupolieren.

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