Lokalsport

Wangen vergibt Elfer:Kirchheim steigt auf

Das lang ersehnte Ziel ist erreicht: Dank eines 2:1 (1:1)-Auswärtssieges beim FC Wangen sind die A-Jugendfußballer des VfL Kirchheim in die Oberliga aufgestiegen. Damit ist das Team des Trainergespanns Gunter Baisch/Erol Sarikoc künftig zweitklassig.

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Bei tropischen Temperaturen im Kessel Allgäu-Stadion, wo bis vor kurzem noch WM-Teilnehmer Togo trainiert hatte, taten sich beide Teams lange schwer. Offensiv-Aktionen fanden kaum statt, die Abwehrreihen dominierten die erste Hälfte. Wie aus heiterem Himmel fiel das 1:0 für den VfL (22.): Fatih Özkahraman netzte frei stehend ein. Die Teckstädter, die bereits das Hinspiel 2:1 gewonen hatten, kontrollierten in der Folge das Geschehen, ohne sich freilich zwingende Chancen zu erarbeiten. Fast noch überraschender als die Führung kam der 1:1-Ausgleich in Spielminute 31, als Wangens Jule Müller per 25-Meter-Sonntagsschuss traf.

Direkt nach dem Pausensprudel hatte Marcel Brandstetter die Vorentscheidung auf dem Fuß, doch sein Schuss wurde pariert. Danach hatte Kirchheim wie schon im Hinspiel das Glück des Tüchtigen förmlich gepachtet: Einen Strafstoß nach Foulspiel von VfL-Keeper Andreas Späth am durchgebrochenen Patrick Schäfer setzte Jule Müller über die Latte (54.). Kurz darauf (56.) erwies Patrick Schäfer dem FCW-Team einen Bärendienst: Wegen Schiedsrichterbeleidigung sah er die Rote Karte. Souverän spielte der VfL die Partie zu Ende. Der Ball wurde geschickt in den eigenen Reihen gehalten, sodass die in Unterzahl spielenden Gastgeber nach und nach noch müder wurden. Gefahr fürs VfL-Gehäuse entstand nicht mehr ernsthaft, daran änderte auch eine 5-Minuten-Zeitstrafe (Brandstetter) nichts mehr.

Auf der anderen Seite verpassten die Gäste die endgültige Entscheidung, als einige Kontergelegenheiten nicht konsequent zu Ende gespielt wurden.

Somit dauerte es bis zur 81. Minute, ehe der mit nach vorn geeilte Andreas Mayer mit einem tollen Heber über den FC-Keeper hinweg zum viel umjubelten 2:1 abschloss.

VfL im FreudentaumelNach dem Schlusspfiff gab es kein Halten mehr: Während Wangens Trainer Jürgen Kopfsguter der im Vorfeld der Partie Elfmeterschießen hatte üben lassen frustriert mit dem Schicksal haderte ("zwei verschossene Elfmeter in zwei Entscheidungsspielen und eine Rote Karte brechen dir eben das Genick"), feierten Kirchheims A-Junioren samt Anhang in den Meistershirts.

wr

VfL Kirchheim: Späth - Izzi, Kümmerle, Mayer, Esser - Trost, Turan (86. Pantelic), Kaiser, Brandstetter (82. Schraivogel) - Özkahraman (64. Aslan), Förster (78. Berisa).