Lokalsport

Warten auf Tunjic

VfL-Stürmer könnte morgen gegen Spielberg sein Comeback feiern

Langweilig wird es den Anhängern des VfL Kirchheim in dieser Oberliga-Saison nun wirklich nicht. Nach einer Topvorrunde und einer bitteren Niederlagenserie folgt wieder ein Hoch. Am morgigen Sonntag soll in der Heimpartie gegen den abstiegsgefährdeten SV Spielberg (15 Uhr) der dritte Sieg in Folge her.

REIMUND ELBE

Kirchheim. So locker und gelöst hatte man die Kirchheimer Kicker schon lange nicht mehr gesehen: Scherzend und lächelnd marschierten sie nach dem 2:0-Erfolg in Kehl die rund 80 Meter von der Umkleidekabine im Tribünentrakt des Rheinstadions zum Mannschaftsbus. Jede Menge Last schien auch von Interimstrainer Thomas Stumpp gefallen zu sein, der in der Pressekonferenz gut gelaunt und strahlend seine Statements abgab. Warum die Kirchheimer Gefühlswelt so in Ordnung war, lag an der Art und Weise, wie der VfL die Punkte in Kehl holte. Im Gegensatz zum „Rumpelfußball“ beim 1:0 gegen den FC Denzlingen vier Tage zuvor, wirkte das Team wesentlich konzentrierter und zielstrebiger.

Eine gute Voraussetzung, nun auch gegen den SV Spielberg zu bestehen. Den Gästen droht noch immer der Gang in die Relegation, vorgestern verpassten sie beim 2:2 (die Spielberger holten einen 0:2-Rückstand auf) gegen den mitgefährdeten FC Villingen den Befreiungsschlag. 2:2 – so lautete auch das Hinspielresultat zwischen Spielberg und Kirchheim, der SVS glich damals kurz vor dem Abpfiff per Foulelfmeter aus. Die Kirchheimer dürfen morgen jedenfalls mit einem hoch motivierten Gegner rechnen. Gut möglich, dass Antonio Tunjic nach ausgeheiltem Muskelfaserriss zu seinem ersten Einsatz kommt. Ins Mannschaftstraining ist der VfL-Toptorjäger bereits wieder eingestiegen. Der Angreifer wartet im Übrigen auf ein Signal des Vereins, was die Vertragsverlängerung betrifft. „Ich habe immer gesagt, dass ich gerne in Kirchheim bleiben möchte, doch nun muss sich etwas tun“, sagte Tunjic nach der Partie in Kehl, die er als Zuschauer auf der Bank verfolgte. Sportkoordinator Kurt Dangel weiß um die Dringlichkeit. „Die Gespräche mit Torwart Michael Stowers und Antonio Tunjic stehen als nächste auf dem Plan“, kündigte er im Rheinstadion an. Die Arbeit hinter den Kulissen dürfte die VfL-Funktionäre noch einige Wochen beschäftigen. Erst recht, wenn am 22. Mai der neue Trainer Rainer Kraft an der Jesinger Allee erwartet wird.

Empfohlen für die morgige Partie gegen den SV Spielberg hat sich in der Viererabwehrkette neben den gesetzten Kräften Christopher Eisenhardt, Ferdi Er und Nico Kauffmann vor allen Dingen David Hertel. Der durch Verletzungen immer wieder zurückgeworfene Defensivakteur glänzte am Rhein durch Zweikampfstärke und guten Spielaufbau über die linke Seite. Ebenso gute Karten für einen erneuten Einsatz von Beginn an hat Sabri Gürol, dem wie gegen den FC Denzlingen mit einem fulminanten Schuss ein Treffer gelang und der zudem sehr umtriebig war. Mittelfeldspieler Marcel Helber könnte zudem die besseren Karten gegenüber Armin Ohran haben. Stumpp wird‘s freuen: Durch das Nachdrängen der Akteure aus der zweiten Reihe hat der Coach personell wieder mehr Alternativen.

VfL Kirchheim: Stowers – Eisenhardt, Er, Kauffmann, Hertel – Hofbauer, Helber (Ohran), Polat, Kuhn – Ziegler (Tunjic), Gürol

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