Lokalsport

Wechselbad der Gefühle für Bezirksklubs

Glück für Göppingen, Horror für Heiningen, Erfolg für Eislingen: Für drei Neckar-Fils-Vereine hatte die überbezirkliche Relegation am Wochenende die ganze Bandbreite der Fußballemotionen parat. Mittendrin auch etliche Spieler und Funktionäre mit VfL-Vergangenheit.

Göppingen. Der SV Göppingen darf weiter von der Rückkehr in die Fußball-Oberliga nach 29 Jahren hoffen. Im Aufstiegshinspiel gegen den badischen Verbandsligavizemeister FC Friedsrichstal gelang den vom ehemaligen VfL-Trainer Norbert Stippel gecoachten Stauferstädtern vor heimischem Publikum ein glückliches 1:1 – der Ausgleich resultierte aus einem Eigentor eines Friedrichstaler Abwehrspielers, der eine Göppinger Ecke ins eigene Tor gelenkt hatte. „Der Ausgleich war gut für die Moral“, schnaufte SVG-Kapitän Chris Loser hinterher hörbar durch. Das Rückspiel findet am kommenden Sonntag in Friedrichstal statt. Dann will auch Roberto Forzano, Göppinger Stürmer mit Vergangenheit beim VfL Kirchheim, wieder mit dabei sein. Am Sonntag hatte der 23-Jährige wegen hohen Fiebers kurzfristtig absagen müssen.

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Für drei seiner ehemaligen VfL-Teamkollegen war das Wochenende hingegen der pure Horror. Norman Volber (27), Armin Ohran (25) und Deni Kalfic (23) scheiterten im zweiten Relegationsspiel um den Aufstieg in die Verbandsliga vor 830 Zuschauern in Leutkirch mit 0:2 am FV Rot-Weiß Weiler. Im Duell der Landesligavizemeister der Staffeln 2 und 4 erzielten die Allgäuer beide Tore in der Schlussphase (83., 89.) und ließen damit den Heininger Traum von der sechsten Liga platzen. Der FV Weiler trifft nun im entscheidenden Spiel ums letzte Verbandsligaticket am kommenden Sonntag in Wolfschlugen auf den FC Frickenhausen, bei dem mit Manuel Horeth (26), Michael Heilemann (31), Patrick Gühring (33) und Chris Eisenhardt (30) gleich vier ehemalige Kirchheimer im Kader stehen. Bitter für die Heininger: Der FCH war bereits vergangene Saison in der Relegation gescheitert, verloren damals ebenfalls in der zweiten Runde gegen den VfL Nagold mit 1:2.

Heininger Gegner in der kommenden Saison könnte noch der FC Eislingen werden. Der Vizemeister der Bezirksliga Neckar/Fils gewann das zweite Relegationsspiel um den Aufstieg in die Landesliga gegen den SC Stammheim mit 3:0 und steht damit im entscheidenden Spiel gegen Landesligateilnehmer SV Vaihingen am kommenden Sonntag in Echterdingen. Trainer des FCE, dem nach zweijähriger Abstinenz die Landesligarückkehr winkt, ist mit Uli Thon ebenfalls ein Ex-Kirchheimer. Der 47-Jährige coachte bis 2008 die VfL-B-Jugend, ehe er Oberliga-Co-Trainer unter Michael Rentschler und Dietmar Sehrig wurde. In seiner Funktion als Nachwuchscoach hatte er beim VfL auch seine heutigen FCE-Spieler Manuel Unger, Tobias Kienle und Frieder Bächle betreut.tb