Lokalsport

Wechselspielchen zwischen Limburg und Teck

Fußball: Mettang und Schweizer-Zwillinge verlassen Weilheim – Gühring beim VfL entlassen

TSV Weilheim (rot) - TSV Waldstetten (schwarz), Michael Schweizer Rechts
TSV Weilheim (rot) - TSV Waldstetten (schwarz), Michael Schweizer Rechts

Das Leder ruht, die Transferbörse nicht: Fußball-Landesligist TSV Weilheim muss ab sofort auf Marcel Mettang sowie die Schweizer-Zwillinge Michael und Markus verzichten. Während es Mettang zum Weilheimer Ligakonkurrenten TSV Bad Boll zieht, heuern die Schweizers bei Bezirksligaschlusslicht VfL Kirchheim an, wo der Trainerstuhl neu zu besetzen ist.

Anzeige

Peter Eidemüller

Weilheim/Kirchheim. Persönliche Befindlichkeiten spielen in Mannschaftssportarten meist nur eine untergeordnete Rolle – solange alle Beteiligten das Gefühl haben, ihren Teil zum Erfolg beizutragen. Dieses Gefühl hatten Marcel Mettang, Michael Schweizer und Markus Schweizer bei Landesligaspitzenreiter TSV Weilheim zuletzt kaum noch. Vor allem Mettang und Michael Schweizer waren mit ihrer jeweiligen Reservistenrolle unzufrieden, wollten nicht länger auf der Bank sitzen. Nun haben beide den TSVW verlassen, Mettang Richtung Bad Boll, Schweizer zum VfL Kirchheim. Dass sein Zwillingsbruder Markus, fester Bestandteil der Weilheimer Viererabwehrkette, ebenfalls zum Bezirksligaschlusslicht wechselt, wundert die Verantwortlichen unter der Limburg. „Es war abzusehen, dass Marcel und Michael weggehen würden, aber der Abgang von Markus überrascht uns“, sagt der Sportliche Leiter Günther Friess, „er macht das wohl aus Solidarität zu seinem Bruder.“

Mithilfe der landesligaerprobten Zwillinge will der VfL in der Rückrunde den drohenden Absturz in die Kreisliga A verhindern. Unter welchem Coach, ist jedoch unklar. Wie der designierte Sportliche Leiter Oliver Klingler erklärt, ist der bisherige Spielertrainer Patrick Gühring wegen Erfolglosigkeit entlassen. Mit seinem gleichberechtigten Partner Robin Jaksche, der momentan in Polen weilt, wird es noch ein Gespräch geben.

Unabhängig davon soll Gerüchten zufolge Markus Schweizer den Job des Spielertrainers übernehmen. „Alles ist denkbar, wir wollen das schnell klären“, betont Klingler, der mit Claus Maier, Armin Meißner und Karl Magg bekanntlich jenes Quartett bildet, das sich im Rahmen der Mitgliederversammlung am 16. Januar zum Abteilungsleiter wählen lassen will.

Trainer oder nicht: Markus Schweizer versucht offenbar, den Kirchheimer Kader für die Rückrunde zu verstärken und dafür Spieler abzuwerben. Seine bisherigen Weilheimer Teamkollegen Emrah Polat und Ferdi Er, die beide schon für den VfL in der Oberliga aktiv waren, haben jedoch abgelehnt. Und auch Martin Kirschmann, dessen Name gerüchteweise mit dem VfL in Verbindung gebracht worden war, bleibt definitiv ein Weilheimer.

Deren Sportchef Günther Friess will für das abgewanderte Spielertrio übrigens nicht zwangsläufig Ersatz verpflichten. „Wir füllen die entstandene Lücke erstmal mit Spielern aus der zweiten Mannschaft und der eigenen Jugend.“