Lokalsport

Weichenstellung in der Teckhalle

Handball-Bezirksliga: Owen will gegen VfL aus der Krise – Spitzenreiter in Lenningen

Spannungsgeladenes Wochenende in der Handball-Bezirksliga. Während der TSV Owen nach der Trainerdiskussion der vergangenen Tage gegen den nach oben schielenden VfL Kirchheim wieder in die Erfolgsspur zurückkehren will, können sich TSV Weilheim und SG ­Lenningen in der Spitzengruppe der Tabelle festsetzen.

Blau am Drücker: Im Hinspiel hatten Fabian Weber und der VfL die Gelbhemden aus Owen besiegt. Foto: Genio Silviani
Blau am Drücker: Im Hinspiel hatten Fabian Weber und der VfL die Gelbhemden aus Owen besiegt. Foto: Genio Silviani

Owen/Kirchheim. Die Owener haben sich für das erste Spiel des neuen Jahres viel vorgenommen. Nachdem feststeht, dass Trainer Vasile Oprea das Kommando unter der Teck am Saisonende abgeben wird, und mit den Klett-Brüdern Steffen und Bastian auch bereits die Nachfolger geregelt wurde (wir berichteten), kann sich die Mannschaft nun auf den Abstiegskampf konzentrieren. „Wir müssen in der Rückrunde alles in die Waagschale werfen und schnellstmöglich die nötigen Punkte holen“, fordert Sportvorstand Markus Nothwang.

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Genug Zeit zur Vorbereitung hatte der TSVO in der vierwöchigen Winterpause, in der Oprea das Tempo noch einmal anzog, um die Mannschaft konditionell auf die Rückrunde einzustimmen. Dass mit dem VfL heute Abend (20 Uhr, Teckhalle) gleich eine der stärksten Mannschaften erwartet wird, macht die Aufgabe nicht einfacher. Mut macht aus TSVO-Sicht das Hinspiel, das der VfL zwar 24:20 gewann, in dem die Owener aber nicht chancenlos waren. „Wir haben den Sieg im Hinspiel leichtfertig hergeschenkt, da war mehr drin“, erinnert sich auch Oprea.

Wie man den VfL schlagen kann, hat der TSV Weilheim beim 33:25 vor zwei Wochen gezeigt. Für die Owener wird es vor allem darauf ankommen, die Kreise des Kirchheimer Rückraums einzugrenzen. Zurückgreifen kann der Owener Coach wohl auf den kompletten Kader. Lediglich hinter Routinier Jörg Waldenmayer im Tor, der unter der Woche krankheitsbedingt fehlte, steht ein Fragezeichen.

Der VfL tritt hingegen in voller Kaderstärke an, will in Owen erneut doppelt punkten. Deshalb ging man in den Trainingseinheiten unter der Woche äußerst konzentriert und mit vollem Einsatz zu Werke. Die Mannschaft um Kapitän Roman Keller weiß, was sie erwartet. Zum einen verfügt Owen über eine robuste Abwehr, was Kirchheim aber bereits im Hinspiel zu beantworten wusste, zum anderen gilt es Dreh- und Angelpunkt Raphael Schmid aus dem Spiel zu nehmen sowie den Ex Kirchheimer Leonard Real an wuchtigen Würfen aus dem Rückraum zu hindern.

Zeitgleich erwartet Lokalrivale TSV Weilheim in der Lindachsporthalle den Tabellenletzten SKV Unterensingen II. Die Limburgstädter sind derzeit in bestechender Form, haben die letzten vier Spiele allesamt mit mindestens sieben Toren Unterschied gewonnen. „Wir müssen diese Leistungen jedes Wochenende aufs Neue bestätigen“, fordert Trainer Alen Dimitrijevic. Dass der heutige Gegner einer der unbequemen Sorte ist, bekamen die Weilheimer im Hinspiel zu spüren, als man nur mit Mühe zu einem Remis kam. „Wenn wir ganz oben mitspielen wollen, dürfen wir uns keine Ausrutscher gegen Mannschaften aus den unteren Tabellenregionen erlauben“, macht Dimitrijevic deutlich, dass gegen das Ligaschlusslicht nur ein Sieg zählt.

In den vergangenen Spielzeiten konnten die Weilheimer nie Konstanz in ihre Leistungen bringen, leisteten sich immer wieder Aussetzer gegen vermeintlich schwächere Mannschaften. Kein Wunder also, dass Dimitrijevic seine Spieler vor Unterensingen warnt: „Gegen stärkere Mannschaften spielt der SKV immer gut.“

Eine wegweisende Partie hat die SG Lenningen am Sonntag (17 Uhr) zu meistern. Im Heimspiel gegen Spitzenreiter HT Uhingen-Holzhausen wird sich zeigen, wo die SG steht. Die Gäste aus Uhingen kommen mit nur zwei Minuspunkten in die Lenninger Sporthalle. Pikant: Die einzige Niederlage des HT resultiert aus dem Hinspiel, das die Lenninger mit 30:25 gewannen. Beide Teams haben eine mehrwöchige Spielpause hinter sich, und es wird sich zeigen, wer diese besser genutzt hat.

Für SG-Coach Michael Rehkugler kann ein Sieg nur mit einer minimalen Fehlerquote gelingen, um dem Gegner wenig einfach Tore durch schnelle Konter zu ermöglichen. Personell kann Rehkugler auf seine zuletzt gegen Dettingen siegreiche Aufstellung zurückgreifen. Motiviert sind die SG-Spieler auf jeden Fall, um bei einem Sieg wieder auf Platz zwei vorzurücken.ras/jam/pa/rs

TSV Owen: U. Raichle, Waldenmayer (?), Stoll – Kupferschmid, H. Raichle, Real, M.  Raichle, Schmid, Jauss, Bäuchle, R. Bauer, Fischer, Büchele, Einselen, Bittner

VfL Kirchheim: O. Latzel, Pisch – Weber, Keller, Kapp, S. Latzel, M. Mikolaj, Pradler, Schafhitzel, Rudolph, Sadowski, Späth, Schwarzbauer, J. Mikolaj

TSV Weilheim: Illi, Mayer – Klein, Braun, Banzhaf, Seyferle, Klett, S. Sigel, Hartmann, T. Sigel, F. Zettl, Auweter, Bendl

SG Lenningen: Carrle, Lamparter – Müller, Haid, Renz, Austen, Kevin Ringelspacher, Rieke, Max Bächle, Marc Bächle, Fiegenbaum, Schmid, Born