Lokalsport

Weihnachten im Keller

Weilheim geht gegen RW Laupheim zu fahrlässig mit Chancen um

Die Landesligahandballer des TSV Weilheim haben gegen Laupheim den erhofften Befreiungsschlag vor der Winterpause verpasst. Nach der 26:28 (13:16)-Heimniederlage gegen die Rot-Weißen droht der TSV im Tabellenkeller festzusitzen.

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Weilheim. Nichts war es mit den dringend benötigten Punkten für eine heile Handballseele vor den Feiertagen für die Weilheimer. Im Vorfeld der Partie gegen Laupheim verletzte sich Fabian Zettl im Training an der Leiste und muss nun wie auch Klaus Haase mit Muskelfaserriss für drei Wochen pausieren. Marcel Planitz hingegen konnte Entwarnung geben und entwickelte sich zur wertvollen Stütze für seine Mannschaft.

Die Mannschaft um Kapitän Gerhard Bächle begann engagiert, scheiterte aber zunächst am Aluminium. Die beiden besten Laupheimer, Beschoner und Rodloff, machten es besser und brachten ihre Farben nach anfänglicher Nervosität mit 0:4 in Führung. Björn Bachofer und Patrick Auweter erwischten auf der Gegenseite bei Strafwürfen einen rabenschwarzen Tag. Nur zwei von sechs Weilheimer Siebenmetern fanden ihr Ziel. Weilheim schaffte zwar den Anschluss, doch gelang es den Hausherren nur selten, dem Laupheimer Angriffsspiel Entscheidendes entgegenzusetzen.

Mitte der ersten Hälfte kamen die Limburgstädter wieder auf Tuchfühlung mit den Gästen. Binnen fünf Minuten vereitelte Michael Rehkugler vier Hochkaräter, unter anderem einen Strafwurf. Schill und Planitz aus dem Rückraum nutzten ein Tief der Gäste, die jetzt nicht mehr so energisch nachsetzten, und schafften den 11:11-Ausgleich sechs Minuten vor dem Pausenpfiff. Die gegnerische Bank handelte und brachte ihre Startformation wieder. Beschoner und Rodloff besorgten im Alleingang den 13:16-Halbzeitstand für die Gäste.

Auch das Durchatmen in der Pause brachte den Hausherren nicht die nötige Spritzigkeit, die in der Abwehr benötigt worden wäre. Laupheim zog auf 13:18 davon. Die Partie nahm wieder an Fahrt auf, und die Zuschauer bekamen einen offenen Schlagabtausch zu sehen. Weilheim gelang es erneut, auf vier Tore Rückstand zu verkürzen, schaffte es aber durch Nachlässigkeiten in der Defensive nicht, in Reichweite des Gegners zu gelangen. Mehr Weilheimer Ballsicherheit ab der 40. Minute führten eine Viertelstunde vor Schluss beim 23:23 zum erneuten Ausgleich durch Planitz. Allein Michael Rehkugler war es in der Folgezeit zu verdanken, dass die Weilheimer Fehlwürfe ungestraft blieben. Bis zur 50. Minute stand die Partie auf der Kippe, ehe auf Weilheimer Seite das Nervenkostüm dünner wurde. Der letzte Fehlversuch von der Strafwurflinie war in der letzten Spielminute bezeichnend für die Schlussphase. Während Laupheim angesichts einer beruhigenden Führung sicher verwandelte, vergab Weilheim Chance um Chance und schließlich auch den Sieg.

Mut machen sollte dem Team vor der harten Auswärtsprüfung in Grabenstetten, dass man bei entsprechender Chancenverwertung auch mit Mannschaften aus dem vorderen Tabellendrittel spielerisch Schritt halten kann. Wie man die Grabenstettener schlägt, zeigte Außenseiter TSV Zizishausen an diesem Wochenende. tk

TSV Weilheim: Rehkugler, Bierbaum; Auweter (4/2), Sigle (3), Bachofer (5), Mauch, Seyferle (2), Bächle (1), Schill (6), Planitz (5), Mrabet, Klöhn.

TSV Laupheim: H. Stührmann, S. Stührmann, Beschoner (7), Rodloff (10), Striebel (1), Kloss (2), Zodel (4), Amann (1), Held, Werner, Krebs, Kroll (3/2)