Lokalsport

Weilheim darf kurz vom Aufstieg träumen

Mit einem 27:27 (16:12)-Unentschieden beim VfL Sindelfingen verabschieden sich die Weilheimer Landesliga-Handballer vom Aufstiegstraum. Die Limburgstädter boten dabei in der zweiten Hälfte einen großen Kampf und schnupperten sogar kurzzeitig an der Sensation. Der Rückstand aus dem Hinspiel wog am Ende allerdings zu schwer.

SINDELFINGEN Zu Beginn des Spiels fand der VfL Sindelfingen zunächst besser ins Spiel und führte rasch mit 5:2. Vor allem mit den Kreisanspielen des Gegners und den Außenpositionen hatten die Weilheimer ihre Probleme, während im Angriff der erneut starke Torhüter der Gastgeber für Kopfzerbrechen sorgte. Dem Drei-Tore-Rückstand aus der Anfangsphase lief der TSV lange Zeit hinterher. Bot sich dann die Chance zu verkürzen, scheiterte man an den eigenen technischen Fehlern oder am gegnerischen Torwart. In der 20. Minute gelang es Volker Allgaier und Markus Gomringer per Siebenmeter, auf ein Tor heranzukommen, doch statt den Schwung zu nutzen, vernachlässigte Weilheim die Abwehrarbeit und Sindelfingen zog schnell wieder auf drei Tore davon. Als die Gastgeber kurz vor der Pause sogar zum 16:12-Halbzeitstand erhöhten, glaubte niemand auf den Zuschauerrängen mehr an eine spannende zweite Hälfte.

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Nach der Pause erhöhte Sindelfingen sofort auf 17:12, ehe beim TSV eine Initialzündung erfolgte. Je zwei Treffer von Andi Höger und Volker Allgaier und Weilheim war innerhalb von fünf Minuten wieder dran. Bei den Gastgebern machte sich plötzlich Nervosität breit, während die TSV-Abwehr nun aggressiver zu Werke ging. Nochmals zog Sindelfingen auf zwei Tore davon, doch drei Treffer in Folge vom überragenden Martin Weiss und Weilheim führte plötzlich mit 19:18. Sindelfingen glich erneut aus, doch Martin Weiss und Andreas Höger hatten die passende Antwort zum 22:20. Als dann Markus Gomringer mit einer Platzwunde vom Feld musste, hieß dies für die verbliebenen Rückraumspieler Schill, Allgaier und Weiss durchzuhalten bis zum Ende.

Als dann Marco Schill und Martin Weiss die Weilheimer erstmals mit drei Treffern in Führung brachten, waren die 150 mitgereisten Weilheimer Fans aus dem Häuschen. Torhüter Horst Patek parierte gegen den freistehenden Konstantin Geis, den Torschützen vom Dienst auf Sindelfinger Seite und brachte seine Mannschaft in Ballbesitz. Doch Weilheim vergab die große Chance zur Vier-Tore-Führung. Stattdessen gelangen den Gastgebern zwei weitere Treffer. Damit war der Traum vom Sindelfinger Wunder dahin. In den letzten Minuten gelang dem VfL sogar noch der Ausgleich zum 27:27-Endstand.

Die Mannschaft wurde nach Spiel-ende trotzdem vom Weilheimer Anhang für ihren großen Kampf mit tosendem Applaus belohnt. Die Fans wussten: Der Aufstieg wurde nicht am Samstagabend verspielt, sondern in der eigenen Halle.

sg

TSV Weilheim:

Patek, Mayer, Klein (1), Weiss (10), Rack (2), Gomringer (5/3), Bächle, Höger (3), Schill (3), Allgaier (3), Dörr, Bachofer.