Lokalsport

Weilheim in Geberlaune

Limburg-Elf vergibt beim 5:1 in Vaihingen Großchancen in Serie

Der TSV Weilheim ist auf seinem Weg an die Tabellenspitze der Fußball-Landesliga nicht aufzuhalten. Beim SV Vaihingen feierten die Limburgstädter einen überzeugenden 5:1 (4:1)- Erfolg und damit den vierten Sieg in Folge.

TSV Weilheim (rote Trikots) - EbersbachTorjubel zum 3:0, Torschütze Michele Latte
TSV Weilheim (rote Trikots) - EbersbachTorjubel zum 3:0, Torschütze Michele Latte

Vaihingen. Die eine Serie hielt (sieben Spiele ohne Niederlage) die andere endete doch etwas überraschend. Nach sechs erfolgreichen Spielen mit der gleichen Anfangsformation änderte Trainer Alexander Hübbe seine Startelf auf einer Position: für Michael Schweizer durfte Ferdi Er wieder von Beginn an spielen. Obwohl seine Mannschaft eines der besten Spiele in dieser Saison ablieferte, fand Hübbe doch noch ein Haar in der Suppe: „Ich hätte mir gewünscht, dass meine Mannschaft auch in der zweiten Halbzeit den Druck aufrecht erhält, den sie in der ersten Hälfte gemacht hat.“

Anzeige

Von der ersten Spielminute an ließen die Gäste aus Weilheim keinen Zweifel aufkommen, dass sie diese drei Punkte mit nach Hause nehmen wollen. Vaihingen geriet mächtig unter Druck, während der TSV bereits nach zwei Spielminuten einen klaren Handelfmeter hätte bekommen müssen. Doch Schiedsrichter Christan Schneider hatte die Szene offenbar nicht richtig wahrgenommen. Der Ärger über die Situation war aber schnell verraucht, denn schon zwei Minuten später gelang Kai Hörsting nach einer mustergültigen Vorlage von Emrah Polat das 1:0 (4.).

Vaihingens Trainer Klaus Kämmerer war außer sich: „Nach vier Minuten war unsere Taktik schon über den Haufen geworfen. Unser Ziel war es, uns so lange wie möglich schadlos zu halten.“ Auch in der Folgezeit dominierte der TSV Weilheim die Begegnung, kassierte dann aber etwas überraschend durch Fabio Andretti den Ausgleich (18.). Die Freude der Vaihinger war aber nur von kurzer Dauer, denn nur sechs Minuten später gingen die Limburgstädter nach einer Vorlage von Michele Latte durch Ferdi Er mit 2:1 erneut in Führung. (18.). Danach sorgten Kai Hörsting mit dem 3:1 (30.) und Emrah Polat (31.) mit dem 4:1 durch zwei Tore innerhalb von nicht einmal 60 Sekunden für die Vorentscheidung.

Damit war Vaihingens Trainer endgültig bedient: „In dieser Phase machten wir zu viele Fehler im Aufbauspiel und waren im Abwehrbereich zu offen.“ Dabei musste der SV Vaihingen zur Halbzeit froh sein, dass er nicht noch deutlicher zurücklag. „Wir müssen uns eigentlich beim TSV Weilheim für das Auslassen der Torchancen bedanken, sonst hätte es heute ein Debakel gegeben“, meinte Kämmerer. Die Elf von Alexander Hübbe spielte wie aus einem Guss und hätte allein durch die Einschussmöglichkeiten von Ferdi Er im ersten Durchgang schon ein halbes Dutzend Tore schießen können. Der ehemalige Oberliga-Spieler vergab innerhalb von nur zwei Minuten gleich drei Großchancen (41., 42., 44.). Worüber er sich selbst am meisten ärgerte: „Das gibt‘s doch gar nicht.“

Im zweiten Spielabschnitt schalteten die Limburgstädter einen Gang zurück, ohne jedoch die Kontrolle über das Spiel zu verlieren. Was Hübbe missfiel: „Ich habe in der Halbzeit gesagt, dass wir so weiterspielen, wie wir aufgehört haben.“ Leichter gesagt als getan, denn die Gastgeber wehrten sich nach Kräften und gestalteten die Partie in der zweiten Hälfte ausgeglichener. Dennoch gelang der Limburgelf durch einen verwandelten Foulelfmeter von Michele Latte noch das 5:1 (69.). Die Gastgeber verpassten es in der Schlussphase, durch eine gute Möglichkeit von Rüchan Pehlivan (82.), das Ergebnis etwas erträglicher zu gestalten.me

SV Vaihingen: Milchraum – Lindahl, Feichtinger, M. Knoll, Volz – Drephal, Lapeschi (66. Fanelli), Stark, Geywitz (46. D. Knoll), Pehlivan – Andretti (62. Lenhardt).

TSV Weilheim: Treiber – Gabriel, Strohmaier, Kirschmann, Heisig, – Zaglauer (73. Uluköyli), Latte (73. Schweizer), Elsässer, Polat, Er, – Hörsting (73. Hummel).

Tore: 0:1 Hörsting (4.). 1:1 Andretti (18.), 1:2 Er (24.), 1:3 Hörsting (30.), 1:4 Polat (31.), 1:5 Latte (69,/Foulelfmeter).

Gelbe Karten: D. Knoll – Kirschmann, Schweizer.

Zuschauer: 150

Schiedsrichter: Christian Schneider (Haigerloch)