Lokalsport

Weilheim schielt aufs Torekonto

„Bäumchen wechsel dich“ an der Tabellenspitze der Fußball-Bezirksliga. Nach dem Spieltag am Donnerstag steht der TSV Deizisau wieder an der Spitze – allerdings nur einen Treffer besser als der TSV Weilheim. Der Showdown um den Aufstieg geht also drei Spiele vor Saisonende weiter. Im Abstiegskampf ist am morgigen Sonntag ebenfalls Spannung angesagt. Mittendrin der TSV Jesingen.

Walter Rau

Kirchheim. Nicht zufrieden waren die Verantwortlichen in Weilheim mit der zuletzt gezeigten Leistung beim knappen Derbysieg gegen Jesingen. „Mir war es ein Rätsel, was da mit der Mannschaft los war. Wenigstens haben wir uns in der zweiten Halbzeit noch halbwegs am Riemen gerissen“, war Weilheims Abteilungsleiter Martin Koch erstaunt über die schwache Leistung der Seinen. Das Torverhältnis könnte am Ende des Meisterschaftskampfes das Zünglein an der Waage spielen. Ihr Trefferkonto könnten die Limburg-Kicker beim bereits abgestiegenen Schlusslicht TSV Grafenberg morgen aufpolieren. Vom Papier her die leichtere Aufgabe gegenüber den Deizisauern, die in Kuchen antreten müssen. Bei einer Mannschaft, die noch um den Klassenerhalt kämpft. Doch vermeintlich einfache Spiele haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze. „Mit der richtigen Einstellung dürfte in Grafenberg eigentlich nichts schiefgehen“, gibt sich Koch optimistisch. Im Erfolgsfall wäre den Weilheimern der zweite Platz nicht mehr zu nehmen.

Ganz andere Sorgen haben sie derzeit in Jesingen. Für die Elf aus den Lehenäckern geht es auf dem Relegationsplatz stehend nun um alles oder nichts. Nach der unglücklichen Niederlage in Weilheim gibt sich TSV-Abteilungsleiter Steffen „Bomber“ Mauz dennoch optimistisch: „Wir haben jetzt drei super Spiele gemacht, uns klebt nur das Pech an den Stiefeln. Das muss sich jetzt ändern.“ Für den Gegner aus Oberesslingen geht es um nichts mehr, und darin sieht Mauz die Chance: „Wir haben ein intaktes Team und ich glaube an den Sieg.“ Sechs Punkte aus den letzten drei Spielen würden laut seiner Rechnung zum Klassenerhalt reichen.

Obwohl es auch für die SGEH im Kampf um den Ligaverbleib langsam eng zu werden scheint, ist man auf der Alb noch relativ gelassen. „Wir haben noch ein Nachholspiel in der Hinterhand, also vier Matchbälle, noch ein Dreier und es müsste geschafft sein“, ist sich SG-Abteilungsleiter Frank Zintgraf sicher. „Es ist zwar zurzeit nicht das Gelbe vom Ei, was wir momentan spielen, doch wir sind selbstbewusst und spielstark genug, damit der Knoten endlich platzen kann.“ Ob dies bereits im Heimspiel gegen die noch mehr gefährdeten Grötzinger passieren wird, ist fraglich. Denn die haben nach dem 4:1-Auswärtscoup in Reichenbach am Donnerstag wieder Morgenluft gewittert.

Den letzten Strohhalm ergreifen will der praktisch bereits abgestiegene TSuGV Großbettlingen zu Hause gegen Neuhausen. Bedeutungslos geworden sind die restlichen Partien zwischen Geislingen und Reichenbach, Köngen und Neckartailfingen sowie Nürtingen und Unterboihingen, wo es lediglich noch um die finalen Platzierungen geht.

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