Lokalsport

Weilheimer gegen „Remiskönige“ gefordert

Nur noch ein Sieg fehlt, dann schmückt sie der inoffizielle Titel: „Fast-Herbstmeister“ TSV Weilheim geht nach dem spielfreien Wochenende mit frischem Elan in die Partie beim Verfolger TSV Oberboihingen.

Weilheim. Das erste Etappenziel auf dem Weg zurück in die Bezirkliga ist für die Fußballer des TSV Weilheim fast erreicht. Wenn der Spitzenreiter am kommenden Sonntag beim TSV Oberboihingen siegt, thront das Team von Alexander Hübbe am Ende der Vorrunde (7. Dezember) definitiv auf Platz eins. Fast zehn Jahre ist es mittlerweile her, dass die Weilheimer letztmals in der Bezirksliga dem Leder nachjagten. Doch nun stehen die Zeichen für den erneuten Sprung nach oben gut.

Das sonntägliche Spiel beim TSVO fällt allerdings eindeutig unter die Kategorie Härtetest. Die Gastgeber tummeln sich seit Wochen in der Verfolgergruppe der Weilheimer und wollen die Gelegenheit beim Schopfe packen, dem vermeintlichen Dominator der Liga näher auf den Pelz zu rücken. Der TSV Weilheim führt die Tabelle mit 28 Zählern an, die Oberboihinger haben als Tabellenvierter 22 Punkte. Die Gäste gelten als die „Remiskönige“ der Liga: Sieben Mal gab es in dieser Runde bereits ein Unentschieden mit Oberboihinger Beteiligung. Was die Weilheimer freilich noch mehr beeindrucken dürfte: Die Oberboihinger sind als einziges Team noch ungeschlagen. Der TSV Weilheim kassierte bislang zwei Niederlagen (1:2 beim VfL Kirchheim II, 0:1 in Harthausen). Es sieht ganz nach einem heißen Tanz für die Limburgstädter am Neckar aus.

Die erste Verfolgergruppe der Weilheimer besteht aus vier Teams. Neben den Oberboihingern gehören dieser neben dem Tabellenzweiten TV Unterboihingen auch die SF Dettingen (beide 22 Punkte) und der TSV Harthausen (21) an. Die Unterboihinger gastieren übermorgen beim FC Unterensingen. Am vergangenen Spieltag sorgte der TVU mit einem 7:1 über den TSV Harthausen für erstaunte Mienen bei der Konkurrenz. Auswärts sind die Unterboihinger allerdings anfällig, wie die klare 0:4-Niederlage beim FC Frickenhausen II vor rund zwei Wochen beweist.

Die SF Dettingen wollen sieben Tage vor dem Derby in Weilheim die entsprechende Vorarbeit leisten. Unter der Teck rückt der TSV Ohmden an. Die Kicker aus dem Bergwald zählen nach wie vor zum erweiterten Kreis der Teams, die sich zumindest Hoffnung auf das Erreichen des Relegationsplatzes zwei machen dürfen. Verlieren die Ohmdener (aktuell 19 Punkte) freilich bei den SFD, ist der Zug diesbezüglich vorerst abgefahren.

Wie wirkt sich die 1:7-Schmach beim TV Unterboihingen auf die Fußballer des TSV Harthausen aus? Die Spieler des AC Catania werden dies übermorgen in der Praxis testen. Für die Kirchheimer wird es zweifellos eine richtungsweisende Partie. Gelingt auf den Fildern ein Coup, könnte sogar noch vor Jahreswechsel der Anschluss an die Verfolgergruppe des TSV Weilheim gelingen. Bei einer Pleite droht ein Abrutschen in die hintere Tabellenregion. In jedem Fall würden die Kirchheimer bei einem Sieg über den TSVH dem Spitzenreiter TSV Weilheim und den anderen Topteams aus der Teckregion Schützenhilfe leisten.

Der TV Neidlingen schlägt sich in der laufenden Runde wacker, auch die Mannschaft um Oliver Sekan und Bernd Ruoß darf sich noch Hoffnungen auf Relegationsplatz zwei machen. Am Sonntag kreuzt mit dem TSV Jesingen II ein abstiegsgefährdetes Team in Neidlingen auf. Die Jungs aus den Lehenäckern kommen allerdings immer besser in Fahrt, holten zuletzt sechs Punkte aus zwei Spielen.

Nicht so rund wie erhofft läuft es nach wie vor beim Jesinger Mitaufsteiger VfL Kirchheim II als Tabellendrittletzter. Am 9. November haben die VfL-Fußballer letztmals um Punkte gespielt, sich beim 1:1 in Dettingen freilich passabel geschlagen. Gegen den TSV Oberlenningen (seit fünf Begegnungen ohne Sieg) haben die VfL-Verantwortlichen drei Punkte einkalkuliert. Die Oberlenninger setzen einen Zähler als Mindestziel an. rei

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