Lokalsport

Weilheimer hadern mit Schicksal

Gut gespielt und alles verloren: Der TSV Weilheim unterlag Tabellenführer HSG Ostfildern trotz starker Leistung mit 27:32 (15:15) und muss nach Timo Klein nun auch auf Markus Gomringer verzichten. Der Weilheimer droht nach einer Verletzung erneut für längere Zeit auszufallen.

WEILHEIM Der TSV Weilheim war fest entschlossen, dem Tabellenführer ein Bein zu stellen und Revanche zu nehmen für das Desaster im Hinspiel. Der TSV musste ohne seinen Kapitän Gerhard Bächle, den verletzten Timo Klein und den erkrankten Jürgen Rödig antreten. Die HSG Ostfildern erspielte sich schnell eine Zwei-Tore-Führung, doch die Gastgeber konnten bis zur achten Minute zum 4:4 ausgleichen. Dann folgten die Sekunden, die den Weilheimern den Atem stocken ließen: Markus Gomringer, der bis dahin mit zwei Toren geglänzt hatte, verletzte sich bei einer Offensivaktion erneut am Knie und musste vom Platz getragen werden.

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Obwohl derart geschwächt, drehten die Hausherren auf. Allen voran der gut aufgelegte Björn Bachofer. Die Mannschaft präsentierte sich spielerisch und kämpferisch auf Augenhöhe mit den Gästen und konnte sich bis zur 12. Minute auf 7:5 absetzten. Es entwickelte sich ein spannendes Duell. Nach 20 Minuten ging die HSG mit einem Tor in Führung, drei Minuten später lag der TSV wieder mit 13:11 in Front. Ostfilderns regionalligaerprobtem Spielmacher Lukas Grundler gelang es immer wieder, Lücken in der Weilheimer Abwehr zu finden und zum Torerfolg zu nutzen. Auch Marc Schwöbel spielte groß auf. Der 15:15-Halbzeitstand war leistungsgerecht.

Zu Beginn der zweiten Hälfte handelte sich der TSV Weilheim durch einen unnötigen Wechselfehler eine Zeitstrafe ein. Die Überzahl nutzte der Gegner konsequent, um mit 17:19 in Führung zu gehen. Der TSV setzte Kampfgeist entgegen. Mangelnde Chancenverwertung lud den Tabellenführer jedoch ein, seinen Vorsprung langsam auszubauen. Beim Spielstand von 25:27 acht Minuten vor dem Ende zog die HSG endgültig bis auf 26:31 davon.

Trotz der Niederlage zeigten sich die Weilheimer Zuschauer zufrieden mit der Leistung ihrer Mannschaft. Es scheint, als hätte sich der Knoten gelöst bei den Weilheimern: Die Abwehr zeigte sich gegenüber der Hinrunde deutlich verbessert. Gelingt es, dies zu konservieren, dürfte das Ziel Nichtabstieg auch ohne die fehlenden Leistungsträger wie Timo Klein oder Markus Gomringer zu packen sein. Vor allem auf die baldige Rückkehr von Timo Klein hofft die Mannschaft derzeit. Wie schwer die erneute Verletzung von Goalgetter Markus Gomringer ist, war bis gestern noch nicht in Erfahrung zu bringen.

pa

TSV Weilheim:

Rehkugler, Bierbaum; Auweter, Zettl (2), Seyferle (3), Mauch, Schill (4), Bachofer (10/2), Allgaier (3), Gomringer (2), Sigel (3). HSG Ostfildern:

Hermann, Eisele; Busato ( 1), Grundler (13/4), Pietzsch (1), Weith (3), Kuhnhäuser (1), B. Klein, Ma. Schwöbel (10), Giese (3), Mi. Schwöbel, Strölin.