Lokalsport

Weilheimer hängen sich das Favoritenschild um

Nach der mittlerweile so gut wie gelösten Meisterschaftsfrage richten sich in der Fußball-Kreisliga A alle Augen auf den Relegations- und Abstiegskampf. Zuletzt, am 23. Spieltag, hatten alle Mannschaften nach der Generelabsage pausieren müssen.

KLAUS SCHORR

Anzeige

KIRCHHEIM Relegationsfieber unter der Limburg: Nachdem sich der TSV Weilheim bis tief in den Herbst auch aufgrund einer Verletztenmisere mal eben so durchgemogelt hatte, dreht er seither mächtig auf. Selbstbewusst sagt Trainer Axel Maier vor dem Derby beim TV Neidlingen: "Lokalderby hin oder her, wir sind der Favorit und müssen damit leben. Es wird ein Kampfspiel, aber mir stehen seit langem außer dem gesperrten Sebastian Cronauer alle Mann wieder zur Verfügung. Der Dreier muss her, egal wie." TVN-Antipode Volker Krissler, Arbeitskollege in doppeltem Sinne, stimmt dem weitgehendst zu. "Der TV Neidlingen hat vier Spiele in Folge verloren. Wir sind zudem durch die Ausfälle der gesperrten Hepperle, Munz und des verletzten Klaus Moll geschwächt. Für uns ist das Spiel eher eine Kür. Die Pflicht im Abstiegskampf folgt in den Spielen gegen die direkten Mitkonkurrenten."

Derweil zieht Tabellenführer SGEH weiterhin einsam seine Kreise und wird im heimischen Hardtwald vom abgeschlagenen Schlusslicht TSV Holzmaden garantiert nicht zu bremsen sein. Allerdings tritt SGEH-Spielleiter Frank Zintgraf verbal auf die Bremse vor dem Goliath-David-Duell: "Zweifelsohne sind wir glasklarer Favorit. Wir müssen zusehen, dass wir hier einen deutlichen Sieg einfahren. Dennoch müssen alle mit dem Kopf bei der Sache sein, wenn es gegen die sogenannten Kleinen geht." Die SGEH spielt komplett ein Schützenfest winkt. Was auch Holzmadens Spielleiter Ralf Bechloch so sieht. Nüchtern stellt er fest: "Wir müssen Schadensbegrenzung betreiben und können im Grunde nur gewinnen." Schon bastelt der TSVH an einem schlagkräftigen Kreisliga-B-Team in der neuen Saison.

Während die "Saurier" praktisch abgestiegen sind, kämpfen alle anderen Teams im Abstiegsstrudel noch ums Überleben. Wie der Tabellenvorletzte SV Nabern, der mit dem neuen Trainer Karl-Heinz Toparkus wieder den Anschluss gefunden hat. So meint SVN-Abteilungsleiter Rainer Kneile vor dem schweren Gang zum FC Frickenhausen II denn auch: "Nach dem schönen Sieg in Oberboihingen wollen wir den nun in Frickenhausen bestätigen und was Zählbares mitbringen." Kneile fordert "120 Prozent" von seinen Spielern. Auch ohne Cadjenovic, Prettner und den verletzten Gunter Hinger lebt die Manschaft wieder und die Handschrift von Karl-Heinz Toparkus ist längst spürbar. Für Frickenhausens Spielertrainer Markus Roth hingegen erübrigt sich jede Spiel-Diskussion. "Zuhause müssen drei Punkte her."

Abstiegsendspiele sind derzeit in der Liga Mode eines davon gibt's in Oberlenningen, wo der Zwölfte gegen den nur einen Punkt schwächeren TSV Neckartenzlingen antritt. Lenningens Spielleiter Rudi Glöckler sagt: "Jedes Spiel ist für uns ab sofort ein Endspiel." Die Stimmung ist gut beim TSVO, alle unterstützen Interims-Spielertrainer Heinz Eber. Auch der Gegner will unbedingt den Sieg in diesem "Sechs-Punkte-Spiel", und so meint Dirk Fuhrmann, Spielleiter der "Neckargänse": "Die Spielabsage letzte Woche kam uns gerade recht, denn jetzt sieht es personalmäßig wieder etwas besser aus. Wir fahren nach Oberlenningen, um zu gewinnen."

Zwei nicht ganz gesicherte Mannschaften treffen in Oberboihingen aufeinander, wo die SF Dettingen aufkreuzen. Während die Formkurve der Teckstädter eher nach oben zeigt, hatte man in Oberboihingen zuletzt etwas weniger zu lachen. Dennoch ist TSVO- Trainer Kurt Plattenhardt optimistisch: "Jetzt sind fast alle wieder an Bord, und wir wollen wie in der Vorrunde den Dreier holen." Detlef Pflüger, einer des neuen SFD-Trainerduos, hält dagegen: "Trotz schwieriger Platzverhältnisse fahren wir hin, um zu gewinnen, damit keine Abstiegsgefahr mehr aufkommen kann."