Lokalsport

Weilheimer Happy End unwahrscheinlich

REIMUND ELBE

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KIRCHHEIM Während bei der SGEH nach dem vorzeitigen Titelgewinn gegen den FC Frickenhausen II übermorgen personell experimentiert wird, müssen die Weilheimer den Job in Unterensingen etwas ernsthafter angehen. Maximal zwölf Punkte kann das Team von Axel Maier in den letzten vier Saisonspielen noch sammeln würde dieses Optimum gelingen, hätte der TSVW 63 Zähler auf dem Konto. Zum Vergleich: Der Tabellenzweite TB Neckarhausen (noch fünf Partien) hat derzeit bereits 58 Punkte, selbst der VfB Neuffen (Heimspiel gegen den TSV Oberboihingen) ist schon bei 54 Zählern angelangt.

Das Rechnen könnte für die Weilheimer allerdings schon am Sonntagabend ein Ende haben: Wenn sie in Unterensingen verlieren und der TB Neckarhausen zeitgleich die SF Dettingen besiegt. Eine respektable Runde bleibt bei den Weilheimern wohl ohne Happy End.

Ganz andere Sorgen haben noch Kicker, Fans und Funktionäre des TV Neidlingen. Trotz eines vermeintlich guten siebten Tabellenplatzes ist der Ligaverbleib noch nicht gesichert. Übermorgen könnte der entscheidende Schritt dorthin gemacht werden per Sieg über den mitgefährdeten TSV Oberlenningen. "Wenn wir gewinnen, sind wir durch", glaubt TVN-Trainer Volker Krissler. Der Coach muss zwar aufgrund von Verletzungen und anderer Gründe "auf eine halbe Mannschaft verzichten", setzt aber auf den Kampfgeist seines Teams. "Wenn sich alle förmlich zerreißen, machen wir in puncto Klassenerhalt den Deckel drauf."

Die Oberlenninger wollen dies tunlichst verhindern. Mit dem 2:1-Coup über die SGEH haben die Fußballer des Tabellenachten für ein dickes Ausrufezeichen in der Szene gesorgt. TSVO-Sprecher Heinz Eber mit der definitven Formel bezüglich Klassenerhalt. "Wir holen einen Punkt in Neidlingen und gewinnen dann noch ein Heimspiel", so der torgefährliche Kicker aus dem Lenninger Tal, "dann sind wir mit 40 Punkten gerettet. Wir sind guter Dinge, dass dies klappt." Übrigens: Gewinnen die Oberlenninger in Neidlingen, ziehen sie am TVN sogar tabellarisch vorbei.

Die SF Dettingen müssen nach der unglücklich verlaufenen Partie gegen den VfB Neuffen (3:6) schon wieder gegen ein Spitzenteam ran ein Remis oder gar mehr in Neckarhausen wäre für die Moral im Saisonendspurt unheimlich wichtig

Der AC Catania Kirchheim scheint rechtzeitig vor Saisonende die Kurve zu kriegen. Sechs Punkte holte die Mannschaft aus den vergangenen beiden Partien besser geht es nicht. Catania-Spielleiter Pasquale Martinelli ("Diese zwei Siege waren wirklich phänomenal, jetzt können wir da unten rauskommen"), gibt sich demzufolge vor dem Spiel gegen den wahrscheinlichen Absteiger SV Nabern optimistisch. "Wir haben vor jedem Gegner Respekt", so Martinelli, "die Naberner haben vergangenen Sonntag trotz der Niederlage nicht schlecht gespielt." Aber: Gewinnen die Naberner beim ACC, könnten sie den Abstand auf den Relegationsplatz auf sieben Zähler reduzieren.

Beim TSV Holzmaden gibt es in dieser Runde nur noch ein Ziel. "Wir wollen noch ein Spiel gewinnen", lautet der Wunsch von TSVH-Pressewart Peter Waimer. Erst zwei Mal konnten die Holmadener in dieser Runde bisher dieses Gefühl genießen, 26 Mal verließen sie als Verlierer den Platz. Übermorgen gastiert der TSVH beim abstiegsgefährdeten TSV Wolfschlugen. Wie der Drittletzte von den Fildern liegt auch der TSV Neckartenzlingen derzeit auf einem Abstiegsplatz deshalb muss in Grafenberg tunlichst ein Sieg her.