Lokalsport

Weilheimer in Dorfmerkingen: Mehr Gipfeltreffen geht nicht

Fußball Tabellenführer SFD erwartet morgen Nachmittag mit dem TSVW den ersten Verfolger im Kampf um die Meisterschaft der Landesliga. Von Klaus Schlütter

In der Fußball-Landesliga richten sich Wochenende alle Blicke auf das Härtsfeld im östlichsten Zipfel von Baden-Württemberg. Dort, wo sich sonst Fuchs und Hase gute Nacht sagen, steigt am Samstag, 15.30 Uhr, das absolute Spitzenspiel zwischen dem souveränen Tabellenführer SF Dorfmerkingen und dem ersten Verfolger TSV Weilheim - mehr Gipfeltreffen geht nicht.

Auf dem Rasenplatz der Sportanlage Felsenstraße treffen die beiden erfolgreichsten Angriffsreihen der Liga aufeinander. Dorfmerkingen mit seinen Offensiv-Stars Nik­las Weißenberger (14 Tore), Fabian Weiß (11/9 Vorlagen) und Daniel Nietzer (10) hat in 20 Spielen 54 Tore geschossen. Denen stehen 52 der Weilheimer mit Ferdi Er (10), Lennart Zaglauer (8/11 Vorlagen) und Felix Hummel (8) gegenüber. Topwerte, von denen die Konkurrenz nur träumen kann. Nicht zu vergessen André Kriks mit seinen fünf Treffern. Vor ihm hat SFD-Trainer Helmut Dietterle den größten Respekt.

Rein zahlenmäßig betrachtet macht die Anzahl der Gegentore den Unterschied zwischen beiden Mannschaften aus. Während Christian Zech im Dorfmerkinger Kasten erst zwölfmal hinter sich greifen musste, kassierte die Weilheimer Abwehr schon 28 Kisten. Aber das hat verständliche Gründe. Die Hintermannschaft der Roten ist seit Wochen dezimiert. Beide Innenverteidiger, Daniel Heisig und Georgios Natsis, sind verletzt und fallen auch diesmal wieder aus. Wie bisher rückt Ferdi Er ins Abwehrzentrum zurück, fehlt dadurch als Ideengeber und Antreiber im Mittelfeld.

„Wir wollen uns aber nicht nur hinten reinstellen, wir wollen auch Fußball spielen“, versichert TSV-Coach Chris Eisenhardt. „Das wird eine ganz harte Nuss. Spiele dort waren immer eng und hitzig. Die Zuschauer versuchen, Einfluss zu nehmen. Wir dürfen uns davon nicht beeinflussen lassen. Mit einem Punkt wären wir sehr, sehr zufrieden. Dazu brauchen wir jedoch jede Menge Glück.“

Zumal er auf zwei weitere wichtige Spieler verzichten muss. Mittelfeld-Routinier Domenic Brück bekam für seine Rote Karte nach grobem Foul in Heiningen vier Wochen Sperre aufgebrummt, ist erst am 9. April gegen Waldstetten wieder spielberechtigt. Nachwuchsstürmer Marvin Heth fällt mit Rückenproblemen aus, die er sich in der U23 gegen Dettingen eingehandelt hat.

Völlig sorgenfrei dagegen Dorfmerkingen. Die Schönheit vom Lande hat die letzten 15 Freier allesamt abblitzen lassen. Sollte sie auch Weilheim, dem 16. Bewerber, einen Korb geben, würde der Vorsprung gegenüber dem TSVW auf zehn Punkte anwachsen. „Das wäre dann schon eine Hausnummer, aber wir wären immer noch Zweiter“, meint Eisenhardt mit (Fern-)Blick auf die Aufstiegs-Relegation. Die Hauptrivalen in Sachen Verbandsliga, FC Heiningen (in Geislingen) und TV Echterdingen (in Blaustein), stehen auswärts ebenfalls vor hohen Hürden.

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