Lokalsport

Weilheimer nicht nur beim Toreschießen von der schnellen Truppe

REIMUND ELBE

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KIRCHHEIM Das fast schon sensationell anmutende 2:1 des TSV Raidwangen sorgte für den Sturz des Tabellenführers SC Geislingen und war für TSVR-Trainer Werner Achtzehner (45) vielleicht einer der schönsten Augenblicke als Fußballer. "Ich bin jetzt 22 Jahre als Trainer unterwegs, aber so viel Spaß wie momentan in Raidwangen hat es mir außer bei meinem Heimatverein TV Tischardt nirgends gemacht." Vier Punkte Vorsprung hat Achtzehners Elf nun auf den SSV Göppingen, der den Relegationsplatz belegt und am kommenden Sonntag gastiert der TSV Raidwangen in Notzingen. "Das wird unbequem", schwant Achtzehner nichts Gutes.

Die Notzinger ihrerseits hätten gestern liebend gerne den Sprung des SV Göppingen auf Platz eins verhindert, doch gegen den Ex-Oberligisten waren die Jungs aus dem Eichert beim 0:3 weitgehend chancenlos. TSVN-Trainer Claus Maier zeigte sich als fairer Sportsmann. "Uns sind Grenzen aufgezeigt worden. Ich wünsche dem SV Göppingen den Aufstieg, denn sie sind die beste Mannschaft der Liga."

Die Abschiedstour von Klaus Müller wird langsam aber sicher zum Triumphzug: Die Jesinger blieben zum sechsten Mal hintereinander ungeschlagen. Durch das 4:2 über den TSV Köngen II sind Jesinger und Notzinger nun Tabellennachbarn. Noch hat das Team von Claus Maier zwei Punkte Vorsprung der Schlussspurt um den symbolischen Titel des "besten Teckvertreters" in der Bezirksliga verspricht spannend zu werden. Großer Frust dagegen beim TSG Zell nach dem 2:2 gegen den TSV Neckartailfingen zu wenig im Abstiegskampf. "Wir planen für die Kreisliga A", so das Statement von Andreas Wohlleben, Pressewart unterm Aichelberg. Vier Punkte Rückstand sind es momentan auf den Relegationsplatz bei noch fünf ausstehenden Partien freilich ist noch ein Fünkchen Hoffnung da.

In der Kreisliga A erlebten in Oberlenningen fast 300 Zuschauer (Saisonrekord) ein denkwürdiges Derby: Die "unbesiegbare" SGEH kassierte die erste Saisonniederlage. "Das 1:2 ist sehr ärgerlich, wir wollten ungeschlagen aufsteigen", kritisiert SGEH-Spielertrainer Danell Stumpe, "wir haben aus unserer spielerischen Überlegenheit zu wenig gemacht." Nun wollen die SGEH-Macher in den kommenden Partien einige jüngere Spieler einsetzen, die bislang überwiegend auf der Bank saßen. "Diese Akteure haben auch ihre Chance verdient", betont Stumpe, "sie können sich jetzt für die kommende Saison empfehlen."

Extrem sauer auf Schiedsrichter Daniel Geywitz (Kirchheim) waren die Dettinger Sportfreunde nach der 3:6-Schlappe gegen den VfB Neuffen. SFD-Sprecher Wolfgang Mutzbauer: "Ich bin maßlos verärgert über sein Auftreten, er hat uns benachteiligt." Mutzbauer kündigte an, einen Bericht an die Bezirksverantwortlichen zu schicken. Es geht dabei um einen zweifelhaften Foulelfmeter, zwei Platzverweise für die SFD und "weitere Vorkommnisse" (Mutzbauer).

Denkwürdig gleich in zweifacher Hinsicht war die Partie zwischen dem TSV Weilheim und dem TSV Wolfschlugen. Zum einen gelang dem Team von Axel Maier das schnellste Saisontor der aktuellen Runde. Schütze: Cengiz Akseki. "Er traf nach genau 14 Sekunden", so der (mitstoppende) sportliche Leiter Günther Friess. Allerdings gab es in der Schlussphase auch noch eine Gelb-Rote Karte der flotten Sorte. Weilheims Kicker Robert Walter beging zunächst ein Foul, sah die Gelbe Karte und kickte Sekunden später das Leder ein paar Meter weg der letzte Ballkontakt für Walter an diesem Nachmittag.

Beim Kreisliga-A-Absteiger TSV Holzmaden hat die Zukunft begonnen: Künftig wird ein Quartett an der Abteilungsspitze stehen. Neben dem aktuellen Pressewart Peter Waimer, Spieler Holger Linsenmayer und Interimscoach Ernst Hermann wird Manfred "Manne" Stark dem Gremium angehören ein Comeback für das TSVH-Urgestein. Zudem zeichnet sich ab, dass Ernst Hermann auch in der Kreisliga B Trainer in Holzmaden bleibt. Personalien auch beim VfL Kirchheim II. Als Nachfolger des zum TV Unterlenningen abwandernden Spielertrainers Rainer Ziegelin ist Antonio Pepe, einst Oberligaspieler beim TSVW Esslingen, im Gespräch. Zudem zeichnet sich beim VfL der Abschied von Norman Volber ab. Der Ersatzkeeper des Verbandsligateams wechselt nach dieser Saison höchstwahrscheinlich zum Landesligisten TSV Köngen.