Lokalsport

Weilheimer Rückfall in alte Zeiten

Auswärts nichts Neues beim TSV Weilheim. Hoffte man im Lager der Limburgstädter darauf, dass die Auswärtsschwäche zu Beginn der Saison abgelegt ist, wurde man beim Aufsteiger aus Holzhausen schnell eines Besseren belehrt: 24:27 (13:13) stand es am Ende einer Partie, die sich auf Kreisliganiveau bewegte.

UHINGEN Der TGV Holzhausen zeigte schnell, wer Herr im Hause ist. Bevor Weilheim in der 10. Spielminute den ersten Treffer erzielen konnte, führten die Gastgeber bereits mit 3:0. Hätte nicht Michael Rehkugler im TSV-Gehäuse bis zu diesem Zeitpunkt bereits zwei seiner insgesamt vier Strafwürfe gehalten, es wäre ein deprimierender Auftakt für die Limburgstädter geworden. So aber war es Timo Klein mit einem Dreher von Rechtsaußen, der Weilheim wieder ins Spiel brachte. Sowohl der TSV der ohne Allgaier, Bächle und Schill begann als auch die Hausherren, überboten sich mit zahlreichen technischen Fehlern. Dem war letztlich zuzuschreiben, dass sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte.

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Eine Kombination zwischen den eingewechselten Volker Allgaier und Gerhard Bächle, die im Spielverlauf noch einige Mal zu sehen sein sollte, brachte den erstmaligen Ausgleich zum 5:5 in der 16. Spielminute. In der hektischen und zerfahrenen Begegnung gelang es dem TSV allmählich, die Oberhand zu gewinnen. Eine Frage der Zeit war dann die erstmalige Führung. Die gelang Volker Allgaier mit einem Gewaltwurf unter die Latte zum 7:6 (20.). Doch Holzhausen blieb dran. Bis zum 11:11, zwei Minuten vor der Pause, legte Weilheim jeweils vor und die Gastgeber glichen durch die jungen Kissling und Hänel postwendend aus. Ein Weilheimer Doppelpack durch Marco Schill und Timo Klein schien dem TSV eine Zwei-Tore-Halbzeitführung zu sichern. Doch die Holzhausener Kanoniere Jelitte und Haas brachten durch zwei Tore innerhalb von 40 Sekunden den 13:13-Ausgleich zur Pause.

Der Beginn der zweiten Hälfte war dann ein Spiegelbild des Spielbeginns: Weilheims Torhüter Michael Rehkugler hielt zwei Siebenmeter und vorne scheiterten die Angriffe bereits in der Entstehung oder spätestens am guten Holzhausener Schlussmann Weil. Auch in dieser Situation war es wieder ein Dreher des guten Timo Klein, der den TSV-Anhang jubeln ließ. Doch Weilheimer Hoffnungen kamen erst gar nicht auf. Nachdem Heiko Binder verletzt ausscheiden musste, behauptete der Aufsteiger, dem nun auch weniger Fehler unterliefen, seine Drei-Tore-Führung konsequent.

Zehn Minuten vor dem Spielende war die Entscheidung dann gefallen: Ein 16:22-Rückstand war für Weilheim an diesem Tag nicht mehr aufzuholen. Zwar erwachte nun der Kampfgeist und auch eine spielerische Linie war erkennbar. Mehr als Ergebniskosmetik durch zwei sicher verwandelte Strafwürfe zum 23:25 war jedoch nicht drin. So kam der Aufsteiger in einer schwachen Landesligapartie zu seinen ersten beiden Punkten und der TSV Weilheim zeigte wieder einmal, woran er schon in der vergangenen Saison krankte: Daheim eine Macht, ist es zu wenig, was die Limburgstädter in fremden Hallen bieten.

tp

TSV Weilheim:

Rehkugler, Müske; Schorr, Sigel, Klein (7), Binder (1), Gomringer, Bleher (1), Allgaier (6), Bächle (3), Gieß (5/3), Hägele, Schill (1).TGV Holzhausen:

Weil, Hänel; Marek (1), Haas, Heidle, Hänel U. (6), Haas (6), Schlüter, Kissling H. (1/1), Jelitte (5), Aydinlik (1), Kissling S. (7), Köymen.