Handball Bezirksklasse

Weilheimer vor Neuanfang mit offenem Ende

Bezirksklasse Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga peilt der TSVW den sofortigen Wiederaufstieg an und setzt dabei auch auf den Nachwuchs. Von Reimund Elbe

Schmerz, lass nach: Nach dem unsanften Fall in die Bezirksklasse peilen die Weilheimer Handballer um Dominik Klett den sofortige
Schmerz, lass nach: Nach dem unsanften Fall in die Bezirksklasse peilen die Weilheimer Handballer um Dominik Klett den sofortigen Wiederaufstieg an. Foto: Genio Silviani

Der Weilheimer Abstieg? Kam nicht überraschend, schmerzte aber trotzdem. Unliebsame Folge: Spieler und Zuschauer in der einstigen Handball-Hochburg bekommen in der kommenden Spielzeit nur noch Bezirksklassen-Kost serviert. „Uns sind am Ende der Runde einfach die Körner ausgegangen“, blickt Vereinssprecher Timo Klein auf die Wochen und Monate vor dem tiefen Fall aus der Bezirksliga zurück.

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In die neue Spielzeit gehen die Weilheimer um Neu-Trainer Michael Rehkugler, der Interimscoach Timo Klein ablöst, mit verhaltenem Optimismus. Dazu trägt der Transfer von Rechtsaußen Calvin Hartmann (zurück aus Owen) bei, zudem wird Jakob Ulmer aus der TSVW-„Zweiten“ in den Kader der ersten Mannschaft integriert. Maximilian Müller kommt vom TSV Owen II.

Optimismus-Hemmer ist dagegen eine andere Personalie. Keeper Bernhard Illi fällt nach einer Hüftoperation und latenten Beschwerden länger aus. „Wann er überhaupt wieder spielen kann, ist völlig unklar“, klagt Klein. Vertreten werden ihn Moritz Latzel und Benedikt Schmid. Nach einer langwierigen Verletzung mischt zudem Patrick Seyferle nur bedingt im Training mit.

Stärkster Konkurrent: Bad Urach

Der Weg zum Aufstieg wird somit kein leichter sein - auch, weil es im Kurort Bad Urach ein ähnliches Ansinnen gibt. „Die Uracher haben einige jüngere Akteure aus höheren Klassen geholt“, weiß Timo Klein, der den TSVU als absoluten Konkurrenten im Kampf um Platz eins sieht.

Kassenmagneten sind übrigens in der kommenden Spielzeit für den TSVW-Kassierer nicht in Sicht. Nach den Derbys gegen Kirchheim, Owen und Lenningen erwartet die Weilheimer nun eine Stufe tiefer deutlich weniger Spiele-Attraktivität. Acht von zwölf Teams sind zweite Mannschaften, echte Nachbarn gibt es nicht - was den Drang der Limburgstädter, der Liga wieder möglichst schnell nach oben zu entschwinden, verstärkt. „Wir müssen den Saisonstart abwarten, dann wissen wir, wo wir dran sind“, betont Timo Klein.

Ein zweites Ziel neben dem Wiederaufstieg wollen die Klubfunktionäre auch verfolgen - einen Generationenwechsel. „Wir werden deshalb sukzessive Nachwuchsspieler einbauen“, kündigt Timo Klein an. Der Fall in die Bezirksklasse ist so etwas wie ein Neuanfang - mit offenem Ende.