Lokalsport

Weilheimer wie Phönix aus der Asche

Sehr gute Moral bewiesen die Weilheimer Landesliga-Handballer beim 33:31-Auswärtssieg in Alfdorf. Die bei Halbzeit (11:16) fast schon verloren geglaubte Partie bogen sie in den zweiten 30 Minuten noch um.

ALFDORF Nach den zuletzt gravierenden Problemen beim Torabschluss hatten die Spieler um Kapitän Andreas Bleher in Alfdorf keine leichte Aufgabe vor sich, umso mehr, als unter der Woche Personalprobleme die Situation noch verschärft hatten: Zunächst wurde direkt nach der letzten Partie Tobias Hägele (akute Entzündung am Kiefer) operiert, danach meldeten sich die beiden Außenspieler Schorr und Bleher grippekrank. Deshalb lief Marco Schill, der sich fürs Spiel aus familiären Gründen eigentlich abgemeldet hatte, bei Spielbeginn doch auf.

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Das Spiel, das später recht hart wurde und zahlreiche Hinausstellungen erlebte, begann mit der 1:0-Führung für den TSVW. Weiss erzielte das 1:o. Doch es sollte die letzte Führung der Gäste für lange Zeit gewesen sein. Nach zwei torlosen Aktionen reagierte der Alfdorfer Trainer und schickte Rückraumspieler Jochen Heller aufs Feld, der promt ausglich. Weilheim fand im Angriff keinen Spielfluss, lies sich verunsichern. Über den 4:2-Zwischenstand kam der TSV Alfdorf zum 10:6 ein Tor, das der 14-fache Torschütze Heller markierte. Es schien richtungweisend fürs Spiel. Weilheim fand immer wieder keine Mittel gegen den guten TSVA-Torhüter und lies sich in der Abwehr immer wieder in Bedrängnis bringen. Spielstand nach 25 Minuten: 13:7.

Das Spiel schien den Gästen jetzt zu entgleiten und der Frust beim 16:11 zur Halbzeit war groß. Trainer Peter Schmauk war zunächst ratlos und appellierte an die Spieler, sich zusammenzureißen. Rack, der auf Rechtsaußen aushalf, traf gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs, musste allerdings kurz darauf das Feld für zwei Minuten verlassen. Im darauffolgenden TSVW-Angriff traf Routinier Gerhard Bächle in Unterzahl vom Kreis ins Tor und musste wenige Sekunden später auch vom Platz. Das Ende der Weilheimer Herrlichkeit? Denkste: Die Limburgstädter schlugen zurück trotzig reagierten sie über die aus ihrer Sicht desolate Schiedsrichterleistung.

Ausgleich nach 43 MinutenGestützt auf einen guten Michael Rehkugler im Tor, überstand der TSVW die folgenden Minuten relativ glimpflich und kam beim Treffer zum 15:18 (Binder) ergebnismäßig erstmals wieder in Reichweite. Doch Pech: Auch Binder "marschierte" jetzt für zwei Minuten. Zurück im Spiel, markierte Binder in der 43. Minute den Ausgleich. Der TSVW war zurück im Spiel.

Gieß und Binder erzielten die Führung für die Gäste. Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit "Verlusten" auf beiden Seiten. Erst sahh Binder Rot, danach bekamen die Gastgeber zwei Zwei-Minuten-Strafen aufgebrummt. Racks Tor zum 31:28 (52.) brachte die ersehnte Vorentscheidung. Ein glänzend aufgelegter Bachofer markierte die letzten beiden Tore für Weilheim; auch der Alfdorfer Tra

iner konnte mit seiner Auszeit 12 Sekunden vor dem Ende das Spiel nicht mehr "drehen".

Für erneute Verwirrung sorgten die beiden Unparteiischen, die mit dem Spielbericht in der Hand das Feld schon verlassen wollten, doch die Zeitnehmer konnten gerade noch einschreiten und Alfdorf gelang schließlich noch ein Tor zum 31:33-Endstand.

tk

TSV Weilheim: Rehkugler, Müske, Bachofer (3), Sigel, Binder (5), Gieß (4/1), Schill (1), Gomringer (5/3), Weiss (5), Klein, Bächle (6), Rack (3).