Lokalsport

Weilheimer Wochen der Wahrheit

Die beiden brisantesten Duelle der Kreisliga A steigen am Sonntag in Oberlenningen, wo der TSVO den TSV Holzmaden zum Kellerk(r)ampf erwartet, und in Frickenhausen. Dort muss der Tabellenzweite TSV Weilheim Farbe bekennen.

PETER EIDEMÜLLER

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WEILHEIM Die Schonzeit unter der Limburg ist vorbei. Für den Tabellenzweiten TSV Weilheim bildet die Partie am Sonntag beim Viertplatzierten FC Frickenhausen II den Auftakt zu den Wochen der Wahrheit. Übernächsten Sonntag gastiert Überflieger SGEH in Weilheim. Spätestens dann wird man wissen, was der Höhenflug wert ist, denn: Trotz der 0:1-Pleite gegen Oberlenningen vergangenen Sonntag, fehlte den Weilheimern bislang ein Vergleich auf Augenhöhe. "Ich kann das Leistungsvermögen der Mannschaft noch nicht so recht einschätzen", klagt TSVW-Trainer Axel Maier. Da kommt das Gastspiel in Frickenhausen gerade recht. Vier Punkte trennen die Landesligareserve vom TSVW, weswegen Maier bescheidene Ansprüche hegt: "Normalerweise würde ich sagen: Wir fahren da hin, um zu gewinnen. Aber am Sonntag wäre ich auch mit einem Punkt zufrieden." Ziel ist, die neben Frickenhausen ärgsten Verfolger aus Neckarhausen und Neuffen auf Distanz zu halten, bevor man am 5. und 15. April jeweils auf sie trifft. "Sich jetzt mit Platz drei zufriedenzugeben, wäre falsch", sagt Maier, "wir stehen auf dem Relegationsplatz und wollen ihn auch verteidigen."

Beim FCF II geht's in der Partie bereits um alles oder nichts in Sachen Relegation. "Bei einer Niederlage wäre der Aufstiegszug wohl abgefahren", glaubt Clubsprecher Dirk Schwarz. Obwohl man in Frickenhausen die "Zweite" auf lange Sicht in die Bezirksliga bringen will, wäre ein Scheitern diesbezüglich in diesem Jahr kein Beinbruch: "Wir wollen jede Saison besser abschneiden, als in der davor", sagt Schwarz. Nach Platz sechs im Vorjahr hätte man dies mit dem momentanen vierten Rang erreicht. Zum geplanten Erfolg gegen Weilheim beitragen muss erneut Trainer Markus Roth. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Stammtorwart Paul Pollak (Entzündnung nach Zehenbruch), steht der 36-Jährige auch am Sonntag wieder zwischen den Pfosten. "Gegen Altdorf und Unterensingen hat er überragend gehalten", weiß Dirk Schwarz. Der Mann kann's eben: Schließlich hielt Roth bereits für den TSuGV Großbettlingen zu Landesligazeiten erfolgreich den Kasten sauber.

Beim Tabellenletzten TSV Holzmaden ist derweil Realismus eingekehrt sechs Punkte aus 20 Spielen bei 94 Gegentoren lassen kaum noch Platz für Hoffnungen. "Wir planen bereits für die Kreisliga B", sagt Sprecher Peter Waimer, ohne allerdings nicht noch ein wenig Kampfgeist zu versprühen. "Wir wollen uns in jedem Spiel so gut wie möglich präsentieren und kein Kanonenfutter abgeben." Die Personalnöte haben inzwischen sogar dazu geführt, dass die Reservemannschaft abgemeldet werden musste. Folge: Allwöchentlich müssen sich Hobby- und AH-Spieler dem rauen Klima in der Kreisliga A stellen. Umso mehr hofft man auf die Zusage eines namhaften Trainers zur kommenden Saison. Einziger Kandidat ist bekanntlich der momentan noch beim VfL Kirchheim II tätige Rainer Ziegelin. "Er hat sich noch Bedenkzeit ausgebeten", sagt Waimer, "aber er würde den Job auch in der Kreisliga B übernehmen."

Am Sonntag gastieren die Holzmadener beim ebenfalls abstiegsgefährdeten TSV Oberlenningen. Dessen Coach Heinz Eber will von der Kreisliga B (noch) nichts wissen. "Wir werden nach Ostern mit den Planungen für die neue Saison beginnen." Trotz der Abgänge der beiden Leistungsträger Thomas Schuwje und Carmelo Stuppia zur Winterpause, glaubt man sich unter dem Wielandstein personell gut genug besetzt. "Im Training sind immer zwischen 15 und 20 Spielern", so Eber beim Gegner aus Holzmaden kann man davon momentan nur träumen.