Lokalsport

Weiter auf Erfolgskurs

Am Sonntag bestätigten Michael Grund und Mario Kießling ihren außergewöhnlichen Leistungsstand. Beide verteidigten ihre Spitzenplätze in der Gesamtwertung mit einem zweiten Tagessieg.

CORINNA FRITZ

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KIRCHHEIM Wetterfrosch Jupp Dahlem war am Sonntag auch in der Position des sportlichen Leiters. Somit war er für die Aufgabenstellung verantwortlich und forderte die Mannschaften mit bis zu 440 Kilometern heraus. Verschiedene Vielecke mit drei bis fünf Wegpunkten führten die Piloten zunächst in den Schwarzwald, dann auf die Schwäbische Alb und dann Richtung Nordosten. Von dort mussten sich alle wieder über den letzten Wegpunkt auf der Alb zur Hahnweide zurückkämpfen.

Mario Kießling ist bisher unerreichter Überflieger in der Standardklasse: 408,4 Kilometer bewältigte er in knapp dreieinhalb Stunden. Er flog über diese Strecke einen Vorsprung von zwei Minuten auf den Zweiten, den Schweizer Marcel Dürner heraus, der durch diese Platzierung die Leistung vom Vortag bestätigte. Manfred Hahn, ebenfalls aus der Schweiz, der am Vortag seinen Flug wetterbedingt vorzeitig abbrechen musste, überraschte mit einem gelungenen Flug und dem dritten Platz.

In der Rennklasse konnte niemand Michael Grund das Wasser reichen. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 105,5 km/h flog er auf Platz eins und führt nun in der Gesamtwertung mit der Maximalpunktzahl von 2000 Punkten.

Jugendnationalmannschaftspilot Daniel Eisele aus Köngen erreichte mit knappen zwei Minuten Rückstand Platz zwei und rangiert nun auf Platz drei in der Gesamtwertung. Thomas Wettemann aus Biberach, ebenfalls ein junger Pilot, konnte seine Erfahrungen in der Jugendmannschaft des Teams Germany nutzen und auf Platz drei vorstoßen. Favorit Tilo Holighaus hatte mit leichten Schwierigkeiten zu kämpfen und musste sich auf Platz vier einreihen. Im Gesamtklassement konnte er seinen zweiten Platz verteidigen, hat jedoch 121 Punkte Rückstand.

Die Flieger der 18-Meter-Klasse mussten die 425,6 Kilometer lange Strecke von der Hahnweide zum Schluchsee, nach Zusmarshausen und quer über die Alb zurück absolvieren. Dies gelang Sascha Costabel aus Mühlacker am besten. Mit mehr als zwei Minuten Vorsprung im Ziel ließ er die anderen 24 Starter hinter sich. Jürgen Reuter aus Ravensburg flog auf Platz zwei und der Kirchheimer Pilot Eberhardt Schott, ehemaliger deutscher Meister, kam mit der drittschnellsten Zeit auf der Hahnweide an.

Die kürzeste Tagesstrecke mit 341 Kilometern hatte die Doppelsitzerklasse zu absolvieren. Vortagessieger Franz Gall und Hilmar Schill mussten sich mit Platz zwei begnügen, liegen in der Gesamtwertung jedoch immer noch ganz vor. Sie mussten sich dem Team vom SFC Hirzenhain, Norbert Sommer und Frank Interthal, geschlagen geben, die sich durch den Tagessieg auf Platz drei im Gesamtklassement einreihen konnten. Der Bronzeplatz ging an das Team aus Oppingen.

Die beiden Kirchheimer Jugendlichen Steffen Keppler und Felix Rouf (beide Fliegergruppe Wolf-Hirth) verbuchten einen großen Erfolg. Sie bewältigten nicht nur die Strecke, sondern waren dabei auch schnell genug, um zehn andere der insgesamt 17 Mannschaften in der Doppelsitzerklasse hinter sich zu lassen.

Der offenen Klasse wurde wie bereits am Vortag die längste Strecke zur Aufgabe gemacht. Hartmut Lodes und Olaf Merbt aus Müldorf absolvierten die 439,5 Kilometer lange Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 121,3 km/h. Damit waren sie nicht nur schnellste in ihrer eigenen Wettbewerbsklasse, sondern übertrumpften auch alle anderen Piloten und Pilotinnen mit diesem "Spitzenschnitt". Alexander Müller belegte wie am Vortag Platz zwei und seine konstante Leistung beschert ihm den ersten Platz in der Gesamtwertung. Christian Kocks, der als Teampartner für den verhinderten Weltmeister Holger Karow startete, flog nach technischen Komplikationen am Vortag auf Platz drei.

Stressig war der Tag nicht nur in der Luft: Die Fliegergruppe Wolf-Hirth hatte nicht nur das Wettbewerbsgeschehen zu organisieren, sondern musste zudem den großen Ansturm an hungrigen und durstigen Maiwanderern bewältigen.