Lokalsport

Welche Serie wird im Bergwald reißen?

Nach vier Siegen in Folge ist der TSV Ohmden in der Spitzengruppe der Kreisliga A angelangt und empfängt am Sonntag den noch ungeschlagenen Tabellenfünften TSV Oberboihingen. Mit einem Sieg gegen Neckarhausen will sich Spitzenreiter TSV Weilheim derweil die Horde von Verfolgern vom Hals halten.

Kirchheim. Geht dem Tabellenführer vor der Winterpause etwa die Kraft aus? Nach sieben Siegen in Folge schien der TSV Weilheim schon zum Alleinunterhalter der Kreisliga A gereift zu sein. Doch der Weg in die Bezirksliga ist für die Limburgstädter noch lang und steinig. Zuletzt gab´s lediglich vier Punkte aus drei Spielen, in der Tabelle formieren sich die Verfolger. „Harthausen, Dettingen und vor allem Ohmden werden uns das Leben noch richtig schwer machen“, prognostiziert TSVW-Coach Alexander Hübbe, der sich mit der derzeitigen Leistung sei­ner Mannschaft zwar äußerst zufrieden zeigt, vor dem Spiel gegen den TB Neckarhausen aber auch noch einiges an Potenzial sieht: „Da geht noch viel, viel mehr.“

Die Mannschaft der Stunde ist zweifelsohne der TSV Ohmden: Mit vier Siegen in Folge hat das Team von Coach Robert Bressmer die Tabelle von hinten aufgerollt, steht aktuell auf Platz sechs. „Die Mannschaft ist topfit und hat deutlich an Stabilität gewonnen“, so Bressmer, der sich auf jeden seiner Spieler verlassen kann: Beim 2:1-Sieg in Neckarhausen trafen nicht die Arrivierten, sondern Startelf-Debütant Janis Härtl sowie der eingewechselte William Hollstein.

Am Sonntag gastiert mit dem TSV Oberboihingen das einzig noch ungeschlagene Team zum brisanten Verfolger-Duell im Bergwald. Schaffen die Ohmdener den nächsten Sieg, oder bleiben die Gäste auch im zwölften Spiel ohne Niederlage? Eine Serie wird am Sonntag gezwungenermaßen ihr Ende finden.

Vor einer lösbaren Aufgabe stehen die Sportfreunde Dettingen. Der Tabellenvierte gastiert beim Dreizehnten, TSV Oberlenningen, und hofft nach zwei Unentschieden mal wieder auf drei Punkte. Um dies zu verhin­dern, wird TSVO-Trainer Rainer Ziegelin zur vielfach bewährten Mauer-Taktik greifen: „Wir werden uns hinten reinstellen und das 0:0 möglichst lange halten.“ Allzu große Erwartungen hat Ziegelin nicht. Er weiß, dass er mit dem TSVO bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg kämpfen wird und zählt dabei vielmehr auf Siege gegen Tabellennachbarn: „Drei­er gegen direkte Konkurrenten sind wichtiger als Achtungserfolge gegen die Topclubs.“

Zurück in die Erfolgsspur will nach zuletzt schwankenden Leistungen der TV Neidlingen. Coach Bernd ­Ruoß gibt vor dem Spiel beim abgeschlagenen Tabellenletzten FV 09 Nürtingen II eine klare Marschroute aus: „In Nürtingen und kommende Woche gegen Jesingen sind Siege absolut Pflicht.“ Doch zuletzt haperte es im Neidlinger Spiel immer wieder in der Defensive: Gegen Weilheim (3:3) und in Ohmden (3:6) reichten jeweils drei Tore nicht zum Sieg. „Wir sind immer sehr offensiv ausgerichtet“, erklärt Ruoß die 28 Gegentore in der laufenden Saison, „und in der Abwehrarbeit ist meine junge Mannschaft eben noch ein wenig grün hinter den Ohren.“

Vor einem wegweisenden Spiel steht der AC Catania Kirchheim. Mit einem Sieg gegen den punktgleichen Tabellennachbarn FC Frickenhausen II wäre der Anschluss ans obere Tabellendrittel geschafft. Und dort will Spielertrainer Cesare D’Agostino mit seinem Team möglichst schnell auch hin: „Wir haben noch vier Spiele vor der Winterpause – drei Siege sollten drin sein.“

Des Weiteren gastiert der Tabellenzweite TSV Harthausen beim Aufsteiger TV Unterboihingen, dessen Höhenflug am vergangenen Wochenende durch die 0:4-Schlappe in Frickenhausen abrupt beendet wurde. Außerdem empfängt die zweite Mannschaft des TSV Jesingen den FC Unterensingen zum Kellerduell in den Lehenäckern. moh

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