Lokalsport

Wer gewinnt Lokalderby?

Trotz schwieriger Wetterbedingungen haben die Dettinger Segelflieger in der 18. Bundesligarunde den vierten Platz erreicht. Die Fliegergruppe Wolf Hirth landete auf Rang 13. Damit konnten die beiden Vereine ihre Plätze neun (Kirchheim) und zehn (Dettingen) in der Gesamtwertung verteidigen.

KIRCHHEIM Die Dettinger Piloten Andreas Belz, Michael Kapp und Frieder Belz nutzten das trockenere Wetter und flogen Richtung Osten. Sie wendeten in der Gegend von Donauwörth und Neuburg, flogen dann weiter Richtung Süden an Augsburg vorbei zum Ammersee. Michael Kapp flog sogar bis Eschenlohe bei Garmisch-Partenkirchen. Der Rückweg führte über Memmingen, Biberach, Riedlingen und Hayingen zur Teck. Die geflogenen Strecken gingen von 350 bis zu 430 Kilometern mit Durchschnittsgeschwindigkeiten um die 75 km/h. Die drei sicherten ihrem Verein damit stolze 17 Punkte, dank denen sie ihren Fliegerkameraden von der Hahnweide nun dicht auf den Fersen sind.

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Bei der Fliegergruppe Wolf Hirth stand das Wochenende noch ganz im Zeichen des Segelflug-Grand-Prix, bei dem die meisten Piloten als Helfer im Einsatz waren und sich am wettermäßig besseren Samstag am Boden befanden. Daher kamen zunächst nur zwei Flüge rund um den Grand Prix in die Bundesligawertung: Lokalmatador Mario Kießling flog die Grand-Prix-Strecke über 206 Kilometer auf der Schwäbischen Alb deutlich schneller als die Bundesliga-Mindestzeit von zwei Stunden. Somit verschenkte er viel Zeit, seine Durchschnittsgeschwindigkeit sank dadurch auf 64,22 km/h. Der zweite Flug für die Vereinswertung erfolgte durch Willi Balz mit Co-Pilot Steffen Keppler, die die Wettbewerbspiloten mit der Kamera verfolgten. Sie flogen knapp 185 Kilometer mit durchschnittlich 51 km/h. Der dritte Wertungsflug gelang Patrick Puskeiler nach der Siegerehrung des großen Grand Prix' auf der Hahnweide. Aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit flog er unter schwierigen Hangflugbedingungen knapp 100 Kilometer auf der Alb mit einem Schnitt von 27,55 km/h.

An dieser vorletzten Bundesliga-Runde konnten wetterbedingt nur 16 der 31 beteiligten Segelflug-Vereine teilnehmen. Gewonnen hat sie einmal mehr der Alpensegelflugverein Königsdorf vor der Fliegergruppe Freudenstadt und dem Aeroclub Esslingen. In der Gesamtwertung führen weiterhin die Königsdorfer (258 Punkte), die nun uneinholbar vor ihren Verfolgern Öhringen (232 Punkte) und Esslingen (230 Punkte) liegen. Das kommende Wochenende ist das letzte Wochenende der 1. Segelflug-Bundesliga die Spannung bei allen beteiligten Fliegergruppen steigt: mindestens sechs Vereine, (maximal acht) werden absteigen. Zwischen fünf und sieben Vereinen wird hingegen der Aufstieg gelingen. In der kommenden Saison werden dann wieder 30 Vereine in der ersten Bundesliga dabei sein.

Aufgrund der stetig guten Leistungen über alle Runden ist der Klassenerhalt der beiden Teck-Vereine vor dem finalen Durchgang gesichert bleibt nur die Frage, wer das Lokalderby gewinnen wird: Kirchheim oder Dettingen?

kh