Lokalsport

"Who is who" trifft sich am Berg

Der Berg ruft: In der Sporthalle auf selbigem erwartet Tischtennis-Bundesligist TTC Frickenhausen am kommenden Sonntag den SV Plüderhausen zum Schlagabtausch.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Tischtennis-Liebhaber dürften mit der Zunge schnalzen, wenn sie die Aufstellungen der beiden Kontrahenten durchlesen. Ma, Lundquist, Wosik, Tokic auf Frickenhausener Persson, Waldner, Karakasevic und Keen auf Plüderhausener Seite. Nachdem sich beide Teams vor Saisonbeginn personell enorm verstärkt haben, kann man getrost vom "who is who" der internationalen Tischtennisszene sprechen, das sich am Sonntag ab 16.30 Uhr an den Platten gegenüber stehen wird.

Mit dem Erreichen der Play-off-Runde haben sich beide dementsprechend hohe Ziele gesteckt. Derzeit sind die Mannen um die lebende Legende aus Schweden, Jan-Ove Waldner, diesem Ziel ein Stück näher als der Konkurrent aus dem Neuffener Tal. Bislang musste sich Plüderhausen nur einmal, im ersten Spiel gegen Gönnern, geschlagen geben. In den folgenden fünf Spielen gegen Grenzau, Düsseldorf, Ochsenhausen, Gräfelfing und Jülich gingen die Remstaler als Sieger von der Platte. Besonders überzeugend: das Doppel Waldner/Keen, das bisher alle Spiele für sich entscheiden konnte.

Eigentlich wollte der TTC nach sieben Spielen dort stehen, wo Plüderhausen nach sechs steht: auf Platz zwei der Tabelle. Gute Ansätze gab es, doch leider ließen Wosik und Co die Konstanz vermissen. Symbolcharakter für die Berg- und Talfahrt des TTC in dieser Saison hatten die letzten zwei Begegnungen. Erst wurde Meister Ochsenhausen mit 6:2 von der Platte gefegt und nur wenige Tage später mussten die Akteure eine 2:6-Schlappe gegen Würzburg hinnehmen. Die Bilanz nach sieben Spielen: drei Spiele gewonnen, drei verloren, ein Unentschieden. Mit sieben Punkten steht der TTC auf dem sechsten Platz.

Im letzten Spiel der Rückrunde könnte die Mannschaft gegen den Lokalrivalen Ergebniskorrektur betreiben und mit einem positiven Punktekonto in die Rückrunde starten. Trainer Qiu schätzt die Chancen seines Teams hoch ein und hofft auf das Gesetz der Serie: "Die letzten Spiele konnten wir gegen Plüderhausen gewinnen", sagt er, "allerdings war der SVP im letzten Jahr noch eine andere Mannschaft." Dennoch sind seine Schützlinge hoch motiviert und gut in Form die Trainingsergebnisse stimmen Qiu sehr zufrieden. Auch Manager Reuhl freut sich auf das Derby. "Das sind Spiele, die ihren ganz eigenen Charakter haben." Grund zur Freude hat er auch, weil sich viele Zuschauer dieses Ereignis nicht entgehen lassen wollen. "Uns liegen sehr viele Kartenbestellungen vor", reibt Reuhl sich die Hände. Doch auch an der Tageskasse liegt noch ein ausreichendes Kontingent an Karten für diejenigen bereit, die das "Star-Gipfeltreffen" nicht verpassen wollen.