Lokalsport

Wider den Hodges-Komplex

Gegner Heidelberg weckt schlechte Erinnerungen bei den Knights

Nach den zwei Niederlagen gegen Freiburg und Essen müssen Kirchheims Basketballer am Sonntag in unveränderter Besetzung nach Heidelberg reisen. Ohne Heyden und die verletzten Chennoufi und Koch ist Vergangenheitsbewältigung gefragt. Beim 98:105 im Hinspiel wurde der US-Amerikaner Jibril Hodges mit 37 Punkten zum Albtraum für die Knights.

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Timo Probst

Kirchheim. Während Tim Koch nach seinem Bänderriss wieder ins Training zurückgekehrt ist, steht der Zeitpunkt für das Comeback von Ziyed Chennoufi nach seinem Bandscheibenvorfall nach wie vor in den Sternen. Den 20-Jährigen traf das Verletzungspech besonders hart, nachdem er sich gerade einen festen Platz in der Rotation des Bundesligisten aus Ludwigsburg erarbeitet hatte und auf dem besten Weg war, sich in der BBL zu etablieren. Gleiches will auch Phillipp Heyden, der deshalb nicht im Kirchheimer Aufgebot für das Spiel in Heidelberg stehen wird.

Der Wille bei den angeschlagenen Kirchheimern ist vorhanden, nach den beiden jüngsten Niederlagen in die Erfolgsspur zurückzukehren. Dafür greifen die Knights sogar zu ungewöhnlichen Mitteln: Mit einer zusätzlichen Trainingseinheit am morgigen Samstag will Coach Frenkie Ignjatovic sein Team optimal auf die schwere Aufgabe im Heidelberger Olympiastützpunkt vorbereiten. Die Erinnerungen an die 98:105- Niederlage im Hinspiel in Kirchheim sind noch wach. In der temporeichen Partie Mitte November avancierte Jibril Hodges mit 37 Zählern zum Matchwinner für das USC-Team. Der US-Flügelspieler traf an diesem Tag aus allen Lagen und trieb Spieler und Fans in die Verzweiflung. Oliver Komarek und Lyndale Burleson, die beide ebenfalls über 20 Punkte erzielten, untermauerten ihren Ruf als eines der besten Scoring-Trios der Liga. Unterstützung erhalten die drei von den US-Boys Eric Vierneisel und Darrin Williams sowie den deutschen Leistungsträgern Sebastian Adeberg und Danilo Barthel. Dank dieser überaus effektiven Siebener-Rotation rangieren die lange Zeit gefährdeten Heidelberger mittlerweile auf dem zehnten Tabellenplatz, vier Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt.

Frenkie Ignjatovic und seine Spieler wissen also, was sie in der Universitätsstadt am Neckar erwartet, daher will man von Anfang an konzentriert zu Werke gehen. Ein Sieg soll frisches Selbstvertrauen bringen für den Schlussspurt in der Pro A, schließlich haben die Kirchheimer in den verbleibenden sieben Partien noch ein schweres Restprogramm zu bestreiten mit Heimspielen gegen die Topteams aus Cuxhaven, Bayreuth und Homburg.