Lokalsport

Wie schön ist's wirklich im Westerwald?

Auf den TTC Frickenhausen wartet am Sonntag mit dem TTC Zugbrücke Grenzau gleich das nächste unbesiegte Top-Team in der Bundesliga.

FRICKENHAUSEN "Das ist ein ähnlich großer Brocken wie Düsseldorf", verweist Frickenhausens Präsident Rolf Wohlhaupter-Hermann auf die Schwere der Aufgabe. Auch wenn gegen die Rheinländer einiges Pech im Spiel war. Tatsächlich verlor die Mannschaft von Frickenhausens Trainer Qiu Jian Xin gegen den Tischtennis-Rekordmeister gleich sieben Sätze jeweils hauchdünn mit zwei Punkten Differenz knapper geht es nicht.

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Für Wohlhaupter-Hermann ist dies nicht verwunderlich, schließlich war das TTC-Team vor der Saison ganz neu zusammengesetzt worden. Nicht zuletzt in den Doppeln zeigt sich, dass beide Paarungen neu gebildet wurden und noch nicht ideal aufeinander abgestimmt sind gegen Spitzenmannschaften können zwei noch nicht perfekt harmonierende Doppel schnell einmal zu einem 0:2-Start nach den ersten beiden Begegnungen führen. Der Präsident hat noch einen weiteren Aspekt ausgemacht, warum es in der Hinrunde für den TTC in den Duellen mit den absoluten Topvereinen noch immer nicht ganz rund läuft: "Mit Patrick Baum haben wir einen 19-Jährigen ganz frisch im Team dabei, dem natürlich auch noch etwas die Abgeklärtheit fehlt es braucht eben noch einige Zeit, bis er einmal ein spektakuläres Spiel und damit neues Selbstvertrauen gewinnt."

In Grenzau wird Frickenhausens Spitzenspieler Ma am Sonntag auch auf alte Bekannte treffen gut, dass er sich aktuell wieder in Topform präsentiert. Nicht nur Wohlhaupter-Hermann hatte am Sonntag den leisen Verdacht, dass Mas Galavorstellung gegen Christian Süß Düsseldorfs Nummer eins so beeindruckt hat, dass Petr Korbel sich gegen den 38-jährigen Chinesen einfach nicht mehr traute und seine Knöchelverletzung vielleicht etwas vorgeschoben sein könnte.

Im Westerwald holte Ma 2001 und 2002 gleich zwei Mal in Folge die deutsche Mannschafts-Meisterschaft mit Grenzau. Sein damaliger Teamkollege Chen Zhibin ist heute der Chefcoach des Traditionsclubs und auch Lucjan Blaszczyk stand bereits mit Ma zwei Mal gemeinsam im Meister-Team. Der Pole Blaszczyk ist als Grenzaus Spitzenspieler mit 9:5-Siegen glänzend in die Saison gestartet doch auch im hinteren Paarkreuz bietet der ungeschlagene Tabellenzweite mit dem deutschen Nationalspieler Zoltan Fejer-Konnerth und dem tschechischen Neuzugang Tomas Pavelka überdurchschnittliche Akteure auf. "Wir hoffen, dass sich das Schicksal nun einmal dreht und wir nach der unglücklichen Niederlage gegen Düsseldorf in Grenzau das Glück auf unserer Seite haben", sagt Frickenhausens Manager Christoph Reuhl vor der Reise in den Westerwald.