Lokalsport

Wie stark ist der TSVN ohne Stefan Haußmann?

Wie verkraftet die Mannschaft des TSV Notzingen den Ausfall von Spielertrainer Stefan Haußmann in den kommenden Spielen? Am Ostersamstag beim FV 09 Nürtingen wird es die erste Antwort darauf geben. Der Tabellenzweite TSV Jesingen erwartet bereits am Gründonnerstag den TSV Grafenberg.

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM Spannender könnte die Ausgangslage in der Fußball- Bezirksliga nicht sein. Mit dem TSV Notzingen (46 Punkte), dem TSV Jesingen (46), dem TSGV Großbettlingen (45) und dem SV Göppingen (43) können sich noch vier Mannschaften berechtige Hoffnungen auf den Aufstieg in die Landesliga machen. Bei drei Direktabsteigern und einem Relegationsplatz stecken noch insgesamt acht Teams in akuter Abstiegsgefahr. Mit dabei aus der Teckregion sind der TSG Zell mit 14 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz und der Vorletzte SGEH (17).

Eine vorsichtige Prognose bezüglich der für den Klassenerhalt notwendigen Punkte stellt SGEH-Coach Erhard Reinhofer: "35 Punkte sollten reichen." Obwohl sich die SGEH was die Tabellensituation anbelangt noch nicht entscheidend verbessern konnte in den letzten Wochen, ist Reinhofer zufrieden: "Wir haben von den letzten fünf Spielen, darunter vier auswärts, drei gewonnen. Das stimmt mich zuversichtlich." Am morgigen Donnerstag soll die schwache Heimbilanz gegen die Wernauer SF aufgebessert werden. Bisher gab es für die SGEH erst einen Heimsieg und der datiert vom 25. September (2:1 gegen den TKSV Geislingen).

Nach einer erfolgreichen Operation ist TSVN-Spielertrainer Stefan Haußmann wieder auf dem Weg der Besserung, sagt: "Ich werde auf jeden Fall wieder Fußball spielen." Zum Glück stellte sich inzwischen heraus, dass die Kniescheibe nicht ganz gebrochen ist, sodass sie mit einem Nagel fixiert werden konnte. Deshalb kann Haußmann vielleicht in einem halben Jahr wieder gegen das Leder treten. Zum zweiten Mal in dieser Saison rangiert der TSV Notzingen auf dem ersten Tabellenplatz. Bei einem Blick zurück wird deutlich, welch enorme Leistungssteigerung die Eichert-Kicker auf die Pole-Position führte: Am 4. September, nach drei Spieltagen, stand die Mannschaft auf dem letzten Tabellenplatz mit null Punkten. Deshalb: Was die Haußmann-Truppe geleistet hat im bisherigen Saisonverlauf, zeugt von einer tollen Moral.

Nach optimalen 21 Punkten aus den letzten sieben Spielen hat es der TSVN jetzt wieder selbst in der Hand, Landesligakurs einzuschlagen: Beim FV 09 Nürtingen gilt es die Spitzenposition zu verteidigen. So lange sich Haußmann im Krankenhaus befindet, wird die Mannschaft von Thomas Eppinger und Gaetano Caruana betreut.

Mit vier Punkten Vorsprung überwinterte der TSV Jesingen auf dem ersten Tabellenplatz. Nach nur acht Punkten aus den letzten fünf Spielen ist die Mannschaft von den Lehenäcker ihre Tabellenführung wieder los. Am Donnerstag gegen den Tabellendrittletzten TSV Grafenberg zählt für die Schützlinge von Trainer Klaus Müller deshalb nur ein Sieg.

Für den TSG Zell zählen in den kommenden zwei Heimspielen am Donnerstag im brisanten Lokalderby gegen den TSV Boll und am Ostersamstag gegen den Aufsteiger SV Esslingen nur sechs Punkte. Bei acht Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz sind die Aussichten im Hinblick auf den Klassenerhalt allerdings eher gering. Vor einer schweren Aufgabe steht der TSGV Großbettlingen im Lokalderby beim TSV Neckartailfingen. Schon etwas leichter dürfte die Aufgabe für den SV Göppingen im Heimspiel gegen den TSV Grötzingen sein. Der FV Neuhausen will mit einem Heimsieg gegen den TSV Wolfschlugen sich im Abstiegkampf etwas Luft verschaffen. Bereits am heutigen Abend erwartet die TKSV Geislingen den SV Esslingen.