Lokalsport

Wiedergenesener Gühring will gegen Böblingen ran

Fußball-Oberligist VfL Kirchheim gastiert in der zweiten WFV-Pokalrunde morgen bei Bezirksligist SV Böblingen

In der zweiten Runde des WFV-Pokals trifft der VfL Kirchheim wiederum auf einen Bezirksligisten. Die Teckstädter sind am morgigen Mittwoch um 18 Uhr zu Gast bei der Sportvereinigung Böblingen II. Gut möglich, dass Torwart Patrick Gühring nach Verletzungspause sein Comeback zwischen den Pfosten gibt.

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KLAUS-DIETER LEIB

Kirchheim. Obwohl die Teckstädter sich in der ersten Pokalrunde beim 2:0-Zittersieg in Vöhringen nicht gerade mit Ruhm bekleckerten, fand der Kirchheimer Trainer Dietmar Sehrig (er)klärende Worte: „Wir haben in den letzten Wochen sehr hart trainiert. Da habe ich Verständnis, dass der eine oder andere Spieler platt war.“ Und fügte hinzu: „Was letztendlich zählte, ist, dass wir eine Runde weitergekommen sind.“ Der sportliche Leiter fand da deutlichere Worte: „Mit so einer Spielweise kann ich mich nicht anfreunden“, grantelte Norbert Krumm, der hofft, dass der Trainer die richtigen Worte finden wird. „Da muss einfach mehr von den Spielern kommen“, erwartet Krumm eine deutliche Leistungssteigerung in Böblingen.

Für den VfL Kirchheim ist das Spiel die Generalprobe für den am Samstag anstehenden Saisonauftakt gegen den Bahlinger SC. Nach dem eher mäßigen Auftritt in der ersten Pokalrunde beim Bezirksligisten SG Vöhringen soll sich die Mannschaft ganz anders präsentieren und einiges besser machen. Vor allem erwartet der Kirchheimer Coach, dass sich jene Spieler aufdrängen, die im Moment noch nicht zur Stammformation zählen. Dass dabei ein Weiterkommen in die dritte Runde Pflicht ist, versteht sich quasi von selbst. Die Marschroute hat Dietmar Sehrig dabei schon parat: „Wir wollen taktisch klüger und direkter spielen und müssen einfach den Ball laufen lassen.“ Was in Vöhringen nur teilweise gelang, soll nun in Böblingen besser werden – zu oft verzettelten sich die VfL-Spieler am Samstag in Einzelsituationen, durchdachte Angriffe blieben so größtenteils Mangelware.

Gute Nachrichten gibt es derweil aus dem VfL-Lazarett: Nach seiner Fleischwunde an der Wade, die mit zwölf Stichen genäht werden musste, steht Keeper Patrick Gühring offenbar vor seinem Comeback. In dieser Woche steigt der Kirchheimer Torwart wieder voll ins Mannschaftstraining ein. „Ich habe keine Beschwerden mehr und will zumindest eine Halbzeit in Böblingen im Tor stehen“, gibt er sich optimistisch. Auch für den Saisonstart am Samstag geht Gühring davon aus, im Tor zu stehen: „Ich habe mir gleich nach meiner Verletzung zum Ziel gesetzt, gegen den Bahlinger SC wieder mit dabei zu sein.“ Wer die angestammte Kraft im Kirchheimer Tor sein wird, darüber gab es auch keine großen Diskussionen. „Der Trainer hat mir schon bei seinem Amtsantritt gesagt, dass ich seine Nummer eins bin. Ich habe eigentlich auch nichts anderes erwartet“, so der Kirchheimer Torhüter, dem zwischen­zeitlich auch einige interessante Angebote von anderen Vereinen (unter anderem Waldhof Mannheim) vorlagen.

Der morgige Gegner ist erst in der vergangenen Saison in die Bezirksliga aufgestiegen und konnte sich in der ersten Runde gegen den Kreisliga-A-Vertreter Fortuna Böblingen mit 3:0 durchsetzen. Das Ergebnis spiegelte allerdings den wahren Spielverlauf nicht wider, denn die Gastgeber waren ein gleichwertiger Gegner. Am Ende hatte die SV Böblingen II viel ihrem Torwart Dominik Kock zu verdanken, der mit teilweise glänzenden Paraden seine Mannschaft vor einer Niederlage bewahrte.

Sollte der VfL Kirchheim eine Runde weiterkommen, spielen die Teckstädter entweder gegen den Bezirksligisten FSV Schwenningen oder den Verbandsligisten VfL Sindelfingen. In den ersten drei Runden hat immer der unterklassige Gegner Heimrecht. Die Begegnung war ursprünglich auf den 19. August terminiert, wird aber wegen des Freundschaftsspiels der Teckstädter gegen die Nationalmannschaft Sambias auf den 26. August verlegt.