Lokalsport

Wiedergutmachung geglückt

Lenninger Handballerinnen landen verdienten Heimsieg gegen die HSG Lonsee/Amstetten

Sie können es noch: Nach der desaströsen 17:28-Klatsche vorvergangenes Wochenende in Reichenbach haben die Landesliga-Handballerinnen der SG Lenningen zu Hause gegen die HSG Lonsee/Amstetten gezeigt, was in ihnen steckt. Mit einem 23:19-Sieg kletterten die SG-Frauen von Platz elf auf neun.

Landesliga Frauen: SG Lenningen-LonseeNr 14 saskia Schweikert
Landesliga Frauen: SG Lenningen-LonseeNr 14 saskia Schweikert

Lenningen. Wer vor acht Tagen das Lenninger Spiel in Reichenbach verfolgt hatte, rieb sich am Samstag verwundert die Augen: Statt hängender Köpfe spürte man auf SG-Seite wieder Kampfgeist und Motivation, statt unzähliger technischer Fehler bekam man sehenswerte Spielzüge zu sehen, statt unüberlegten Einzelaktionen schnelle druckvolle Angriffe und statt einer löchrigen Abwehr eine Defensive, die stetig das Spiel der Angreifer stören und unterbrechen konnte.

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Zu Beginn der Partie ließ die SG nichts anbrennen und setzte sich auf 4:0 ab. Zwei verwandelte Siebenmeter brachten den Gästen die ersten Treffer. Doch ein sehenswertes Anspiel von Saskia Schweikert an den Kreis zu Carolin Luxenhofer, ein flüssiger Spielzug und ein Konter von Gabi Mück und es stand 7:2 für die SG. Nun sah sich der Gästetrainer gezwungen eine Auszeit zu nehmen, welche die SG jedoch völlig kalt ließ. Die 3-2-1-Abwehr stand weiter gut, die vielen Ballverluste der Gegner konnten immer wieder in einfache Tore umgemünzt werden und die Mannschaft spielte gut zusammen. So ging es mit einem Fünf-Tore-Vorsprung in die Halbzeitpause.

Wer nun dachte, dass der Sieg der SG eine sichere Sache sei, den belehrte die Mannschaft nach dem Wechsel (zunächst) eines Besseren. Die ersten 15 Minuten verschlief die SG komplett. Nachlässigkeiten in der Abwehr, vergebene Siebenmeter-Chancen, Schrittfehler und Bälle, die den Weg nicht ins Tor fanden, häuften sich. Auch die Umstellung auf eine 6-0- Abwehr verlief im Sande und verschlimmerte die Situation sogar noch. In der 44. Minute fiel der Anschlusstreffer zum 14:15 aus HSG-Sicht. Erst als zwei Minuten später beim 16:15 die Abwehr wieder offensiver deckte, ging ein Ruck durch die Mannschaft und es blitzte wieder in den Augen der Spielerinnen. Hinten wurde dicht gemacht und vorne ein Tor nach dem anderen erzielt.

Auch die Zuschauer wurden für die vergangenen Minuten entschädigt und bekamen sehenswerte Anspiele und druckvolle Spielhandlungen zu sehen, die Lücken produzierten, durch die Sabrina Klein regelrecht spazieren konnte. In nur sieben Minuten war der vorherige Abstand wieder hergestellt und Gabi Mück setzte nach Zuspiel von Sandra Kuch mit dem Tor zum 21:15 noch einen drauf. Zwar schaltete die SG nun erneut einen Gang zurück, doch konnte sie das Spiel am Ende mit 23:19 klar für sich entscheiden.

Erwähnenswert waren wieder einmal Carolin Luxenhofer, die sich von Spiel zu Spiel steigert und Saskia Schweikert, die sich mit vollem Selbstvertrauen für ihre Mannschaft eingesetzt hat. Aber auch Sabrina Klein hielt die Abwehr zusammen und wurde mit zwei Treffern belohnt. Trotz allem war dieser Sieg das Ergebnis einer starken Mannschaftsleitung und lässt auf kommenden Sonntag hoffen, wenn es zur FSG Donzdorf/Geislingen geht, die mit zwei Punkten einen Tabellenplatz hinter der SG Lenningen liegt.

Zuvor findet am morgigen Dienstag jedoch eine zukunftsweisende Sitzung statt. Die zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle und die niedrige Trainingsbeteiligung zehren an den Nerven und Kräften der Spielerinnen, die nun gemeinsam überlegen wollen, wie es in Zukunft weitergehen kann und soll.lb

SG Lenningen: Kullen, Schmierer, Kazmaier, Götz, Kuch, Ringelspacher (2), Luxenhofer (8), Klein (2), Schilling, Mück (3), Schweikert (8/2)

HSG Lonsee/Amstetten: Baller, Seifried, Schneider (5), Müller (4), Vogel, Pfeiffer, Vogt, Maier, Buch (2), Schall, Gehring (6/6), Bonz, Weckerle (2), Hangleiter