Lokalsport

Wiedergutmachung in Grenzau

Drei Tage, zwei Spiele, 2:2 Punkte. So lautet die Bilanz des TTC Metabo Frickenhausen nach dem Wochenende. Am Freitag bereits unterlag das Team von Trainer Jian Xin Qiu dem TTV Rebau Gönnern vor heimischem Publikum mit 3:6, konnte sich jedoch am Sonntag gegen den Tabellennachbarn Grenzau mit 6:1 durchsetzen. Damit wahrt sich der Täles-Club die Chance auf die Play-off-Runde.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Am Freitagabend gab es nach dem Spiel gegen den TTV Rebau Gönnern in der Sporthalle auf dem Berg fast nur enttäuschte Gesichter. Lediglich die Mannschaft von Trainer Hampl und die angereisten Fans konnten strahlen. Mit 6:3 gewannen Timo Boll, Jörg Roßkopf und Co. gegen die Gastgeber

Dabei ging das Team von Trainer Jian Xin Qui in den Doppeln beherztzur Sache. Lundquist/ Wosik sowie Ma/Tokic überzeugten durch gut aufeinander abgestimmtes, aggressives Spiel und dominierten ihre Gegner klar. Unter dem Jubel der 600 begeisterten Zuschauern verließ der TTC Metabo Frickenhausen mit einer 2:0-Führung die Tische. Für das, was dann geschah, fand am Ende keiner eine Erklärung. Begeisterung und Konzentration wirkten in den Einzeln wie weggeblasen. Im vorderen Paarkreuz fanden weder Ma noch Lundquist adäquate Mittel, um ihre Gegner in Schwierigkeiten zu bringen. Nervös agierte auch Tokic. Nach gutem Start verlor der 23-Jährige völlig den Faden und unterlag dem souveränen Grujic mit 0:3. Lediglich Geburtstagskind Torben Wosik machte sich mit seinem 3:2-Sieg gegen Tasaki Geschenk.

Um den Anschluss an die Play-off-Ränge nicht ganz zu verlieren, musste der TTC am Sonntag unbedingt in Grenzau gewinnen. Nach den Doppeln war noch alles offen. Lundquist/Wosik bewiesen erneut, dass sie ein eingespieltes Team sind. Ma und Tokic ließen sich bei einer 2:1-Führung von Fejer-Konnerth/Meng noch das Spiel abnehmen und unterlagen mit 2:3. In den Einzeln bewiesen die Akteure im TTC-Dress, dass sie die harten Worte von Manager Reuhl nach dem Gönnern-Spiel verstanden hatten. Reuhl hatte die Einstellung seiner Spieler moniert, mehr Engagement gefordert.

Den Anfang machte Lundquist, der zuletzt mehr durch Nervosität als durch gute Leistung auffiel. Im Spiel gegen Fejer-Konnerth ging der Schwede aus Gävle trotz zwischenzeitlichem Verlus des dritten Satzes konzentriert zu Werke. Am Ende gewann er verdient mit 3:1. Am Nebentisch erledigte Ma seine Aufgabe gegen seinem ehemaligen Teamkollegen Chen Zhibin souverän mit 3:0. Im hinteren Paarkreuz erwischte Tokic gegen Meng zunächst einen Fehlstart (5:11), steigerte sich dann jedoch von Satz zu Satz und ließ seinem Gegenüber keine Chance mehr. Torben Wosik bestätigte gegen Feth seine ansteigende Form. Mit großem Einsatz glich er einen 1:7-Rückstand im zweiten Satz aus, entschied ihn sogar mit 12:10 für sich. Am Ende konnte er sich über ein 3:0 freuen.

Im letzten Spiel verlor Ma den ersten Satz an Fejer-Konnerth, fand dann jedoch zu gewohnter Spielstärke zurück und machte mit 3:1 alles klar. Manager Reuhl lobte nach dem Spiel vor allem die Arbeit des Trainers Jian Xin Qiu: "Er hat es geschafft, die Mannschaft nach der Niederlage gegen Gönnern wieder aufzubauen." Bis zu den nächsten Spielen Anfang November gegen Ochsenhausen und Würzburg warte jedoch noch eine Menge Arbeit auf den Coach.