Lokalsport

Wiedersehen macht Freude

Haußmann und Sinko strahlen um die Wette

Der Fußball schreibt bekanntlich bisweilen bemerkenswerte und pikante Geschichten. Eine davon hat sich gestern auf dem Spadelsberg zugetragen.

Reimund Elbe

Neuffen. Ausgerechnet Notzingens langjähriger Spielertrainer Stefan Haußmann (33) wurde zum Mann des Tages beim Duell seines jetzigen Vereins VfB Neuffen gegen den Ex-Club. Sein direkt verwandelter Freistoß (siehe Spielbericht) sorgte für einen Jubelsturm bei den Gastgebern. „Nachdem Notzingens Torwart Martin Habram vor der Pause einen Freistoß aus der lange Ecke gefischt hatte, habe ich es einfach kurz vor Schluss mit einem Schuss ins Torwarteck probiert“, bekannte Haußmann nach dem Schlusspfiff – und er hatte Glück. Ob das Tor gegen seinen früheren Club etwas Besonderes war? „Nein“, sagt der VfB-Spielertrainer, „ich empfinde keine Genugtuung, weil ich aus meiner damaligen Zeit sowieso nicht mehr allzu viele Spieler kenne – eigentlich gibt es keinen Kontakt mehr.“ Übrigens: Auch in der vergangenen Woche hatte Haußmann mit einem späten Tor (2:2 in Ebersbach) den Neuffenern aus der Patsche geholfen.

Bei der SGEH steuerte Spielertrainer Danell Stumpe drei Treffer beim 4:2 über den TSV Grötzingen bei – für die Sportgemeinschaft fast schon gleichbedeutend mit einem Ticket für eine weitere Bezirksligasaison. SGEH-Pressewart Benjamin Möll: „Langsam, aber sicher können wir uns wieder am oberen Tabellendrittel orientieren, auch wenn mehr als Platz sechs oder sieben angesichts der tabellarischen Konstellation kaum noch drin sein dürfte.“ Bemerkenswert: Es war der erste Sieg der SGEH über die Grötzinger im sechsten Bezirksligaduell. Noch in Schlagweite befindet sich allerdings der Tabellenfünfte TSV Jesingen, obwohl das Team von Spielertrainer Marc Kaisner mit einem locker herausgespielten 3:0 in Neckartailfingen ein unverändertes Punktepolster von Zählern auf die SGEH haben. Eine schlechte Nachricht kam von der zweiten Mannschaft. Abwehrspieler Markus Nachtmann, nach Krankheit wieder auf dem Weg zurück in den Kader des Bezirksligateams, zog sich beim Kreisliga B-Match gegen den TSV Jesingen II (1:3) einen Bänderriss zu.

Wiedersehen macht Freude – Motto nicht nur bei Stefan Haußmann beim Duell der Neuffener gegen den TSV Notzingen, sondern auch für Oberlenningens Spielertrainer Mario Sinko in der Kreisliga A. Gestern kam es zum Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Club FC Unterensingen. Sinko wechselte sich in der 50. Minute sogar selbst ein („das musste einfach sein“) und feierte mit seinen neuen Teamkollegen einen 1:0-Erfolg. „Fünf Jahre in Unterensingen wischt man nicht beiseite, trotzdem freue ich natürlich sehr über unseren Erfolg“, betonte Sinko.

Ohmdens Trainer Uwe Schulz hat zwar seinen Rückzug angekündigt (wir berichteten), die Mannschaft zeigt sich davon jedoch unbeeindruckt. Nach dem sechsten Sieg in Folge rückt das kommende Spiel immer mehr in den Blickpunkt. Gedanklich beschäftigen sich die Ohmdener schon mit dem Schlager des kommenden Spieltages: Im Bergwald gastiert der TSV Weilheim. Auch der Ortsnachbar hat mit einem 3:1 über den AC Catania Kirchheim gute Vorarbeit für das Derby geleistet. „Wir machen keinen Hehl daraus, dass wir den Kampf um die Spitze noch nicht aufgegeben haben“, unterstrich der sportliche Leiter des TSVW, Günther Friess, nach dem Heimerfolg. Auch die Weilheimer haben eine Serie gestartet. Mit dem Ohmdenern (sechs Siege in Folge) können sie zwar nicht mithalten, auf drei Erfolgserlebnisse in Folge haben sie es aber zumindest gebracht. Die Zwischenbilanz des Trainerduos Peter Kuch/Uwe Heth fällt somit positiv aus. „Das Spiel in Ohmden wird angesicht der Tabellensituation eine heiße Kiste.“

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