Lokalsport

"Wir denken von Spiel zu Spiel"

Zwei Spiele, zwei Siege und dies sogar an fremden Platten. Der Saisonauftakt des TTC Frickenhausen hätte bislang nicht besser ausfallen können.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Dennoch gibt man sich beim Täles-Team bescheiden. "Klar freuen wir uns über den momentanen Erfolg. Aber wir denken nur von Spiel zu Spiel", sagt Manager Christoph Reuhl. Am Sonntag tritt das Team von Trainer Qiu zum dritten Mal in Folge in der Fremde an. Der Bundesliga-Neuling und Grenzau-Bezwinger TTC Fulda erwartet den Vizemeister (ab 14 Uhr).

Auch nach dem 6:4-Triumph beim Champions-League-Sieger Gönnern ist beim TTC nur gedämpfte Euphorie zu spüren. "Das war ein Super-Spiel, keine Frage. Aber das nächste Match in Fulda wird genauso schwer", erklärt Trainer Qiu. Der Respekt vor dem Bundesliga-Neuling ist berechtigt. Schließlich hat Fulda mächtig aufgerüstet, um den Klassenerhalt und vielleicht ein wenig mehr zu erreichen. Mit dem Tischtennis-Urgestein Jan-Ove Waldner und dem bulgarischen Nationalspieler Zhe Feng stehen zwei Hochkaräter am vorderen Paarkreuz. Am hinteren Paarkreuz gibt es ein Wiedersehen mit Jörg Schlichter, der bei den Hessen an der Nummer 3 steht und sich gegen seine ehemaligen Mannschaftskameraden natürlich besonders anstrengen wird. "Wir kennen Jörg und wissen, wie gefährlich er ist", sagt Trainer Qiu.

Bojan Tokic musste das bei den Slowenien Open Anfang des Jahres am eigenen Leib erfahren, denn im Duell gegen seinen damaligen Teamkollegen schied er mit 2:4 aus. "Wir werden einiges an der taktischen Einstellung von Bojan und Torben ändern", erklärt der Coach und ist überzeugt davon, dass damit die Weichen für einen erneuten Erfolg gestellt sind. Ein Spaziergang wird das sicher nicht. Im ersten Spiel des Neulings hat die Mannschaft von Trainer Hans-Jürgen Fischer den Play-Off-Anwärter Grenzau ohne Punkte nach Hause geschickt. Bei dem 6:3-Sieg des Underdogs überzeugte vor allem Jan Ove Waldner, der mit seinem Doppelpartner Feng und in seinen Einzeln gegen Keen und Blasczyk drei Punkte beisteuerte. "Waldners Leistung ist stark von seiner Tagesform abhängig", kommentiert Präsident Wohlhaupter-Hermann. "Wenn er Lust hat und gut drauf ist, kann er jeden schlagen, aber es kann auch das genaue Gegenteil der Fall sein und dann verliert er seine Spiele sang- und klanglos."

Für den Präsident kann am Sonntag der Sieger nur Frickenhausen heißen. "In den Doppeln sollte ein Punkt drin sein, gegen Zhe Feng müssten Ma und Lundquist eigentlich gewinnen und am hinteren Paarkreuz sind die Verhältnisse auch ziemlich klar." Die Spiele gegen den Schweden Waldner sind für ihn offen. "Ich bin jedoch der Meinung, dass Ma und auch Jens ihn schlagen können. Gerade Jens kennt seinen schwedischen Nationalteamgefährten in- und auswendig und kann sich auf ihn einstellen."

Zwei Punkte in Fulda würde die Ausgangssituation des TTC weiter verbessern und die Konkurrenz auf Abstand halten. "Wenn man die Play-Off-Spiele erreichen will, dann müssen wir Gegner wie Fulda schlagen", sagt Wohlhaupter-Hermann.