Lokalsport

„Wir haben das erste Viertel total verpennt“

Basketball-Oberliga: VfL verliert in Göppingen

Die Serie ordentlicher Spiele der VfL-Oberliga-Basketballer endete beim Tabellenführer TS Göppingen. Nach einem desaströsen ersten Viertel (10:35) verlor die Tomic-Truppe das vorletzte Spiel des Jahres 69:96.

Göppingen. Der Schuss ging wohl nach hinten los: Statt nach dem ersten Saisonsieg vor einer Woche, dem 90:78 gegen NSU Neckarsulm, mit Selbstvertrauen ins Spiel beim Spitzenreiter und Uralt-Rivalen TS Göppingen zu gehen, präsentierte sich der VfL am Sonntagabend in der Parkhaushalle elf Minuten lang als Team mit wenig Herz und wenig Willen. Coach Pasko Tomic: „Das war schon peinlich, wir haben das erste Viertel total verpennt. Anstatt taktische Anweisungen zu geben, musste ich nur ständig antreiben.“

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3:8, 5:19, 7:32, 10:35 zur Viertelpause – das waren die ersten Durchgangsstationen des laut Tomic „schlechtesten Spiels seit Böblingen“. Das war am ersten Spieltag Ende September (59:97), doch in den vergangenen zehn Wochen waren die Kirchheimer immer gut für eine ordentliche, oberligareife Leistung – mit ein paar Blackouts hie und da.

Diesmal ging es also gleich zappenduster los: Nach elf Minuten stand es 14:43 gegen die Göppinger, die Tomic wechselweise als „bockstarke“ und „Profi-Truppe“ bezeichnet. Das Spiel war entschieden, der Rest eine Charakterfrage. Und die bestand das junge Kirchheimer Team wieder einmal. Natürlich ließ es die Turnerschaft auch ein bisschen lockerer angehen, aber wichtig aus VfL-Sicht war, dass keiner aufgab.

Das neue Ziel: Es wenigstens einmal unter 20 Punkte Rückstand zu schaffen. Das gelang zwar auch nicht – viermal (36:57, 38:59, 40:61, 56:77) war man ganz nahe dran, am Ende betrug der Rückstand 27 Zähler – das war dann aber auch nicht mehr wirklich wichtig. Tomic hatte das erlebt, was er im Vorfeld befürchtet hatte – „Wir sollten halt keine fette Klatsche kriegen . . .“ – und muss nun das Positive aus dieser Schlappe ziehen. „Wir haben jetzt vor Weihnachten noch dreimal Training und ein großes Ziel auf dem Wunschzettel vor dem letzten Spiel des Jahres: Die rote Laterne abgeben.“

Tatsächlich könnte das mit einem Sieg am kommenden Sonntag (15.30 Uhr, Sporthalle Stadtmitte) gegen den TV Derendingen gelingen – wenn Neckarsulm verliert. Allerdings ist Derendingen alles andere als Laufkundschaft. Mit sechs Siegen steht der TVD bisher gut da. Und will sich beim Underdog der Liga gewiss nicht blamieren.ut

VfL Kirchheim: M. Beck, C. Bozic (16), ­Z. Bozic, Eberle (15), Gritschke (6), Reichmuth (2), Reza, Schlipf (7/1), Schraml (12/2), Sibinovic (11), M. Wanzke