Lokalsport

"Wir wollen aufsteigen"

In der Bezirksliga ließen es die Teck-Teams am Wochenende nochmal klingeln. Die aktuelle Tabelle zeigt nun den TSV Jesingen und TSV Notzingen als Spitzenduo.

JÜRGEN FIND

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KIRCHHEIM Die Liga-Spiele 2005 neigen sich dem Ende zu und unter der Teck kann man mit den Zwischenständen zufrieden sein. Die Kreisliga A bietet ein widersprüchliches Bild. Zum einen stehen mit dem TV Neidlingen und dem TSV Oberlenningen zwei lokale Teams an der Spitze, zum anderen muss man sich um die im Tabellenkeller verweilenden Dettinger, Holzmadener und Catanesi

Sorgen machen.

Vor allem beim TSV Holzmaden war Abteilungsleiter Frank Linsenmayer ob des entgangenen Sieges im Derby gegen die SF Dettingen entnervt: "Manche Spieler haben einfach keine Einstellung. Das Verhalten in der zweiten Hälfte gegen Dettingen war traurig. Und das bei so einem richtungsweisenden Spiel." Dagegen nahm man beim TSV Oberboihingen Abschied von Franjo Lipic, ehemals VfL Kirchheim II und TSV Ohmden. Er beendete gegen den TSV Linsenhofen mit 25 Lenzen seine Karriere, da er vor kurzem Vater wurde.

Das größte Weihnachtsgeschenk bescherten sich jedoch die Teck-Teams der Bezirksliga. Allen voran das Überraschungsteam der Saison, der TSV Jesingen. Nach dem 2:1 gegen Neuhausen und dem parallelen 0:0 der Großbettlinger gegen Wolfschlugen, können sich die Jesinger mit dem inoffiziellen Titel des "Wintermeisters" schmücken. In den Lehenäckern herrscht daher beste Stimmung. Jesingens Funktionär Frank Augustin trat daher mit stolz geschwellter Brust auf: "Wir haben eine super Halb-Saison gespielt und wollen am Ende Platz eins oder zwei belegen." Ungewohnte Töne für Jesinger Verhältnisse. Augustin nahm daher die Seinen mit ins Boot: "Natürlich ist der Aufstieg jetzt ein Thema. Im Moment wollen alle aufsteigen, und wenn wir die Chance bekommen, werden wir sie auch nutzen."

Auch in Notzingen herrscht nach dem 5:1 in Esslingen und dem noch unverhofft erreichten zweiten Tabellenrang eitel Sonnenschein. Die internen Querelen der Vorrunde um Trainer Stefan Haußmann sind vergessen. Im Eichert stellt man sich auf ein spannendes Saisonfinale ein, in dem neben der eigenen Mannschaft die Teams aus Jesingen, Großbettlingen, Göppingen und Boll vorne mitmischen werden.

Zufriedene Gesichter auch bei der SGEH. Zwar rangieren die Alb-Kicker etwas tiefer, doch der jüngste 2:1-Erfolg in Göppingen gibt Abteilungsleiter Frank Zintgraf neue Hoffnung: "Die Stimmung bei uns ist super und war's übrigens auch vorher. Wegen ein paar Niederlagen lassen wir uns nicht durcheinanderbringen." Bei der SGEH sind die Weichen gestellt. "Wir wollen mit Erhard Reinhofer auf längere Zeit zusammenarbeiten und die Jugend aus unserem Ort, die teilweise in anderen Vereinen spielt, wieder für die SGEH begeistern", so Zintgraf, "dann brauchen wir auch keine auswärtigen Spieler mehr."