Lokalsport

Wird die graue Maus zum Rennpferd?

Die Verbandsliga-Fußballer des VfL Kirchheim sind mal wieder richtig "heiß": Im Spitzenduell gegen den TSV Schwieberdingen am Samstag geht es darum, die eigenen Oberliga-Ambitionen mit einem weiteren Heimsieg zu unterstreichen. Die Vorzeichen haben sich an der Jesinger Allee gründlich geändert. In den vorangegangenen Spielzeiten verkörperten die VfL-Kicker eher Mittelmaß.

WALTER RAU

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KIRCHHEIM Kann der VfL Kirchheim die durchaus verwunderliche Metamorphose vom Abstiegsaspiranten (so wie in den vergangenen Jahren) zum ernsthaften Titelkandidaten (wie in der laufenden Saison) wirklich vollziehen? Wird aus der grauen Maus womöglich noch ein Rennpferd? Dies ist die Gretchenfrage.

Betrachtet man die Statistik, so macht diese Mut. In der Saison 2004/05 war für die VfL-Kicker trotz fast ausgeglichener Bilanz ein Relegationsspiel nötig, um dem drohenden Abstieg zu entrinnen. Eine Saison später startete der Verbandsligist nach einer katastrophalen Vorrunde im Frühjahr '06 so richtig durch und landete am Ende noch auf einem respektablen neunten Abschlussrang.

Vergleicht man die aktuelle VfL-Bilanz mit jener vor einem Jahr, so ist festzuhalten, dass sich einiges geändert hat und die "1" bei der Platzziffer in der Tabelle wurde sozusagen weggekickt. Vor Jahresfrist belegte der VfL Platz 12, jetzt Platz 2. Kontrastreich auch der Damals-und-Heute-Vergleich in Sachen Punktzahlen. Seinerzeit waren zehn Punkte auf dem Konto, bei 25:25 Toren. In dieser Spielzeit spiegelt sich das gewachsene VfL-Leistungsvermögen mit mehr als doppelt so vielen Punkten (23) und 15:5 Toren wider. Zwar zehn geschossene Tore weniger, dafür freilich kaum Gegentore und die Defensive gewinnt ja bekanntlich Meisterschaften.

Nimmt man das Kalenderjahr 2006 unter die Lupe, so weist die VfL-Mannschaft die stolze Bilanz von 17 Siegen, vier Unentschieden und vier Niederlagen aus bei einer Tordifferenz von 45:25. Sicherlich auch ein Verdienst des akribisch arbeitenden Trainers Michael Rentschler, der auch heuer auf dem richtigen Weg scheint, das anvisierte Saisonziel (Rang eins bis fünf) zu erreichen.

Ein Sieg am kommenden Samstag gegen den TSV Schwieberdingen, und die Teckstädter wären wohl für einige Zeit aus den Top3-Rängen nicht zu verdrängen. Mit zuletzt drei imposanten Siegen gegen die vermeintlichen Spitzenteams TSG Balingen (2:0), Olympia Laupheim (3:1) und 07 Ludwigsburg (2:1) katapultierte sich der VfL endgültig in die Spitzengruppe.