Lokalsport

Wird Ritterburg zur Festung?

Kirchheims Basketballern winkt zehnter Sieg im elften Heimspiel

Die Kirchheim Knights wollen ihre Ritterburg Sporthalle Stadtmitte zur Festung ausbauen. Im Spiel gegen den USC Heidelberg am Samstag (19.30 Uhr) winkt den Teckstädtern der zehnte Sieg im elften Heimspiel.

Chemnitz: Basketball-Bundesliga ProA.BV Chemnitz 99 (Niners) vs. VfL Kirchheim Knights. Coach Frenkie Ignjatovic. Foto: Peter Zs
Chemnitz: Basketball-Bundesliga ProA.BV Chemnitz 99 (Niners) vs. VfL Kirchheim Knights. Coach Frenkie Ignjatovic. Foto: Peter Zschage

Kirchheim. Prunkstück der bisherigen Knights-Saison ist die nahezu makellose Heimbilanz von neun Siegen aus zehn Spielen. Lediglich gegen den Tabellenführer aus Weißenfels musste man sich in dieser Spielzeit geschlagen geben, während die anderen Play-off-Teams (Paderborn ausgenommen, das Heimspiel findet erst am 31. März statt) allesamt bereits Federn in der Sporthalle Stadtmitte gelassen haben. Bei vier Heimspielen aus den verbleibenden sechs Partien stehen die Vorzeichen also gut, dass die Knights mithilfe der Unterstützung des eigenen Publikums das Heimrecht in der ersten Play-off-Runde in trockene Tücher bringen können. „Bislang haben wir einen super Job gemacht, den Heimvorteil für uns auszunutzen, wenn wir es schaffen, das beizubehalten, haben wir alles selbst in der Hand“, so Trainer Frenkie Ignjatovic vor dem Spiel gegen den USC Heidelberg.

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Die Kurpfälzer stehen mit einer Bilanz von zehn Siegen und zwölf Niederlagen momentan auf dem elften Tabellenplatz, wobei die Mannschaft von Trainer Uwe Sauer vor dem knappen Heimerfolg gegen Düsseldorf am vergangenen Sonntag fünf Spiele ohne Sieg geblieben war. Topscorer beim 79:75 gegen Düsseldorf war ausgerechnet der Jüngste im Team. Mit fünf erfolgreichen Dreiern und insgesamt 21 Punkten führte U18-Nationalspieler Paul Zipser den USC zurück auf die Erfolgsspur, während auch US-Boy Clint Sargent vier Treffer aus der Distanz markierte und Heidelberg als Team eine exzellente Dreierquote von 63 Prozent (12/19) aufweisen konnte, um nach zwischenzeitlichem 20-Punkte-Rückstand für ein sensationelles Comeback zu sorgen.

Damit haben sich die Kurpfälzer im Rennen um die Play-off-Plätze noch einmal eindrucksvoll zurückgemeldet und werden am Samstag sicherlich mit neuem Selbstvertrauen in die Sporthalle Stadtmitte einmarschieren. Neben Sargent (11,0) und Zipser (7,8) kann Headcoach Sauer mit den US-Amerikanern Sanijay Watts (14,7) und Jerrel Williams (13,3) sowie den deutschen Leistungsträgern Janis Heindel (9,7), Oliver Komarek (8,6), Björn Schoo (7,4) und Kai Barth (6,7) auf eine ausgeglichene Achter-Rotation zurückgreifen, der Vertrag mit Aufbauspieler Charles Burgess (14,4 Punkte 4,6 Rebounds 4,3 Assists) hingegen wurde im Februar aufgelöst.

Im Hinspiel hatte Kirchheim mit 92:88 knapp die Oberhand behalten, wobei Cedric Brooks mit 23 Punkten und acht Assists zum Matchwinner avanciert war. Dieses Mal absolvierte der Aufbauspieler eine etwas andere Vorbereitung auf das Spiel gegen Heidelberg, war Brooks am Sonntag doch zum Geburtstag seines Sohnes Jayden in die USA gereist und kehrte erst am Donnerstagvormittag nach Deutschland zurück. Trotz der Reisestrapazen zeigte sich der Amerikaner schon wieder voller Energie und will sich am Samstag mit einer guten Leistung bei seinem Trainer für den zusätzlichen Heimaturlaub bedanken und zusammen mit seinen Teamkollegen den zehnten Heimsieg der laufenden Spielzeit einfahren.tp