Lokalsport

Wolf Henzlers Bilanz: Erst Pech dann Podium

Erfolgreicher Doppelseinsatz für Wolf Henzler in Kalifornien: Sowohl bei der World GT-Challenge als auch in der American Le Mans Serie konnte der Nürtinger Porschepilot vom MCKT Kirchheim trotz zahlreicher Probleme mit vorderen Platzierungen aufwarten.

SONOMA Beim siebten Lauf zur diesjährigen Speed World GT-Challenge hatte Wolf Henzler etwas Pech, als er ein defektes Rad nach einer Havarie auswechseln lassen musste. Dagegen konte der Nürtinger einen Tag später, nach seiner Teilnahme am ALMS-Rennen, das er zusammen mit Mike Rockenfeller im Porsche 911 GT3 RSR des BAM-Teams bestritt, den dritten Platz erreichen.

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Der "Infineon Grand Prix of Sonoma" war für Henzler die erste Station. Das Training auf der 2,52 Meilen langen Strecke verlief für ihn gut: "Ich konnte den Porsche im Qualifying locker auf den dritten Startplatz fahren." Die Poleposition und den zweiten Startplatz belegten der Texaner Lou Gigliotti (1.39,581 Minuten) und dessen Landsmann Leighton Reese (1.39,982) mit ihren Corvettes vom Typ C6. Das auf 25 Runden angesetzte Rennen sah einen Bilderbuchstart von Wolf Henzler : "Ich konnte sofort die Corvette C6 von Reese überholen und auf den zweiten Platz vorfahren." Dort fuhr er sieben Runden lang und attackierte dabei den führenden Gigliotti immerfort. "Lou Gigliotti bremste mit seiner Corvette immer sehr früh und war aber auf den Geraden etwas schneller als unser 911", so Henzler. Dann ereilte ihn das Pech: Zunächste rutschte er nach einem Ausritt ins Grün auf Platz neun, nach einem Plattfuss fiel er eine Runde später sogar auf den 15. Platz ab. Henzler konnte sich gerade noch an die Box zum Radwechsel retten.

Mit dem neuen Rad kämpfte er sich im Verlauf der restlichen Runden Platz um Platz nach vorne und konnte noch als Siebter die Ziellinie überqueren. Seinen ersten Sieg fuhr Lou Gigliotti ein und ein dennoch zufriedener Wolf Henzler behält nach diesem siebten Lauf weiterhin den vierten Gesamtrang des Speed GT Championships.

Probleme beim zweiten EinsatzDas zweite Rennen, das Wolf Henzler bestritt, fand auf der selben Strecke statt. Henzler hatte für seinen Einsatz im GT2 bei der ALMS, der American Le Mans Serie, nicht einmal die Marke, sondern nur den Wagentyp zu wechseln. Im BAM-Team startete er zusammen mit dem ehemaligen Neuwieder Porschewerkspiloten Mike Rockenfeller auf dem etwas stärkeren Porsche 911 GT3 RSR. In den freien Trainings hatten die beiden permanent Probleme mit den Rädern ihres Porsches und landeten im Qualifying daher nur auf dem fünften Startplatz (1.35,670 Minuten). Die Poleposition erzielte die deutsch/französische Porschepaarung Timo Benhardt und Romain Dumas in 1.34,263 Minuten.

Den Start auf dem für Henzler wohlbekannten Infineon Raceway fuhr Teamkollege Rockenfeller. "Mike konnte trotz der Untersteuerungstendez den GT3 im Verlauf des Rennens auf dem vierten Platz halten", meinte Wolf Henzler. Als der Nürtinger den Boliden zu seinem Turn übernahm, ließ er zuvor an der Vorderachse eine härtere Gummimischung montieren, denn die Reifen von Rockenfellers Turn warfen regelrechte Blasen auf. Henzler konnte sich lange auf dem zweiten Platz halten und musste sich erst drei Runden vor Rennschluss dem Duo Patrick Long und Jörg Bergmeister in ihrem Porsche 911 GT3 RSR beugen und stellte den Porsche auf den dritten Platz im GT2-Klassement.

Der nächste Renneinsatz für Wolf Henzler findet vom 29. bis 31. Juli auf dem Portland International Raceway' in Portland im US-Bundesstatt Oregon statt. Es ist wiederum ein Doppelstart auf den beiden Porsche-Sportwagen.

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