Lokalsport

Wunschresultat für Wolters

Es ist fast schon paradox: gerade mal noch 99 (!) Zuschauer entrichteten an der Kasse des Stadions an der Jesinger Allee am Samstag ihren Obolus zum Verbandsligaspiel des VfL Kirchheim gegen den FC Wangen.

KIRCHHEIM Bei der anschließenden Pressekonferenz war allerdings der VIP-Raum der "Blauen" fast zu klein. Das Interesse am VfL muss demnach schon noch da sein. Moderiert wurde die nach jedem Heimspiel stattfindende Veranstaltung dieses Mal wieder von Stadionsprecher Helge Waider. Neben den relativ "frischen" Ex-Abteilungsleitern Jürgen Collet und Gerhard Trautmann ließ sich mit Jürgen Wolters auch mal wieder ein Funktionär aus länger zurückliegenden (glorreichen) Zeiten blicken. Der VfL-Fußballchef der achtziger und neunziger Jahre: "Heute schlugen zwei Herzen in meiner Brust. Ich war sieben Jahre aktiver Spieler beim FC Wangen und dann habe ich in Kirchheim 15 Jahre ehrenamtlich gearbeitet. Für mich ist das Remis ein Wunschergebnis."

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Die Personalsituation ist beim VfL derzeit alles andere als rosig. Trainer Michael Rentschler, der am Samstag seinen 34. Geburtstag feierte: "Im Training habe ich sieben oder acht gesunde Spieler." Zudem hadert er mit den nicht gerade optimalen (Trainings-) Bedingungen in Kirchheim: "Ich bin überzeugt, dass wir die einzige Mannschaft in der Verbandsliga sind, die in den letzten vier Monaten noch auf keinem Platz mit normalen Maßen trainieren konnte." Sonst ist Rentschler freilich kein Jammerer: "Wir sind angetreten, um seriös, ruhig und vernünftig zu arbeiten. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir die Klasse halten." Der Ruf nach Verstärkungen macht wenig Sinn. Bei der angespannten Finanzsituation haben die Funktionäre keine Möglichkeit, auf dem Transfermarkt aktiv zu werden zumindest nicht für Spieler, die die Mannschaft wirklich weiterbringen.

ee