Lokalsport

Wurfpech klebt an den Händen

Basketball VfL verliert Regionalligaduell in Karlsruhe mit 69:80.

Karlsruhe. Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte haben sich die Regionalligabasketballer des VfL Kirchheim in Karlsruhe mit 69:80 geschlagen geben müssen. Bei der sechsten Niederlage in den letzten sieben Spielen war Desmond Strickland (Foto: Genio Silviani) mit 20 Punkten Topscorer der Teckstädter.

Beide Mannschaften starteten nervös in die Partie. Kein Team konnte sich in den ersten Minuten absetzten. Beim Stand von 9:8 aus Sicht des VfL zündete der Gastgeber aus Karlsruhe plötzlich den Turbo. Durch einige einfache Fastbreak-Punkte lieferten sie einen 12:0-Lauf ab und gingen 20:9 in Führung. Erst zwei Minuten vor Ende des ersten Viertels konnte der VfL den Lauf stoppen. So ging es mit einem 15:24-Rückstand in die zweiten zehn Minuten.

Auch mit Beginn des zweiten Viertels änderte sich nicht viel. Die Teckstädter spielten zwar gute Gelegenheiten heraus, doch das fehlende Wurfglück machte sich bemerkbar. So betrug der VfL-Rückstand nach 15 Minuten weiterhin neun Punkte (23:32). Dann setzten die Badener zu ihrem nächsten Lauf an. Das Glück beim Wurf schien in dieser Phase ganz klar aufseiten der Karlsruher zu sein. Immer wieder trafen sie schwierige Würfe und setzten sich so auf 41:23 ab. Bis zum Ende der ersten Hälfte schaffte es der VfL, diesen klaren Rückstand etwas zu verringern (33:46).

Mit Wut im Bauch startete der VfL in den zweiten Durchgang. Niclas Sperber gab mit zwei erfolgreichen Dreiern die Richtung vor. Als dann noch Desmond Strickland und Christian Pichl weitere Distanzwürfe versenkten, waren die Teckstädter beim 52:54 wieder in Schlagdistanz. Doch plötzlich kippte das Spiel erneut. Einige Einzelaktionen des VfL spielten dem Gastgeber in die Karten. Mit einem 13:2-Lauf setzten sie sich bis zum Ende des dritten Spielabschnittes wieder ab (67:54).

Mit Beginn der letzten zehn Minuten merkte man den Teckstädter deutlich an, dass sie mit diesem Zwischenstand nicht zufrieden waren. Trotz des zweistelligen Rückstandes kämpften sie weiter. Doch das Wurfpech zog sich wie ein roter Faden durch das Spiel. Karlsruhe profitierte davon und spielte so den Sieg über die Ziellinie. Am Ende mussten sich die Spieler um VfL-Trainer Felix Jung mit 69:80 geschlagen geben.

„Heute haben wir vor allem in der zweiten Halbzeit Herz gezeigt und gekämpft“, lobte Felix Jung. „Trotz der Niederlage war das im Vergleich zum letzten Spiel ein Fortschritt. Am Ende hat uns das fehlende Wurfglück das Genick gebrochen. Damit müssen wir heute leben und werden versuchen, es im nächsten Spiel besser zu machen.“ Da treffen die Teckstädter zu ungewohnter Zeit auf die SG Heidelberg/Kirchheim: am Samstag um 19.30 Uhr gastiert der Tabellenneunte in der Sporthalle Stadtmitte.cpi

So spielten sie

VfL Kirchheim: Bekteshi (2), Hedley (13/2), Hinitschew, Kardauskas (8), Köppl, Pichl (3/1), Sperber (18/3), Strickland (20/6), Vladov (5)

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