Lokalsport

"Wusste, dass ich gewinne"

Mit einer abgeklärten Vorstellung sicherte sich Stefan Sahm in Sankt Märgen den ersten Bundesliga-Gesamtsieg seiner Karriere. Der Bissinger gewann mit elf Sekunden Vorsprung auf Bas Peters (Niederlande) und 43 Sekunden vor seinem Giant-Teamkollegen Jochen Käß (Oberstenfeld). Die Fumic-Brüder verzichteten auf einen Start und landeten beim City-Sprint in Albstadt einen Doppelsieg.

EDGAR VELOCI

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Das Wochenende hatte für Stefan Sahm gar nicht gut begonnen. Ein schmerzhafter Sturz beim Short Race, einem kriteriumsartigen Rennen über 20 Minuten, schien das Bundesliga-Rennen sogar in Frage zu stellen. Sahm erlebte eine unruhige Nacht und stellte sich am Sonntagmittag bandagiert an den Start. Die größte Konkurrenz kam aus den Niederlanden. Sowohl der Weltcup-Dritte von New Mexico vom vergangenen Wochenende, Erwin Bakker, wie auch dessen Landsmann Bas Peters kamen für den Sieg in Frage.

Doch Stefan Sahm hatte vom Start weg gute Beine, wie er sagte. Aus der dritten von insgesamt neun Runden brachte er einen Vorsprung von 20 Sekunden mit. Bas Peters und Marathon-Weltcup-Sieger Moritz Milatz (Freiburg) übernahmen die Verfolgung. Der Niederländer versuchte an Sahm heranzufahren, doch der hielt dagegen. Bis zum Ende der sechsten Runde. "Ich habe ihn kommen lassen und wollte sehen, ob er attackiert", sagte der 28-Jährige und fügt hinzu: "Ich wusste, dass ich heute gewinne." Peters attackierte nicht. Sahm blieb an seinem Hinterrad und wartete ab. Bis zum letzten Anstieg. Da ging er aus dem Sattel und setzte eine gewaltige Attacke, die der Niederländer nicht mehr kontern konnte.

"Der erste Sieg wird mir wohl immer im Gedächtnis bleiben", strahlte Sahm, der schon mehr als eine Hand voll zweite Plätze zu verzeichnen hatte. Auch in der Bundesliga-Gesamtwertung war Sahm bereits 2000 und 2004 jeweils Zweiter. Der Weilheimer Marc Gölz konnte in Sankt Märgen nicht den erhofften Sprung nach vorne machen. Er war gleich beim Start in eine Kollision verwickelt, die ihm alle Chancen auf ein gutes Ergebnis raubte. Trotzdem machte Gölz mehr und mehr Plätze gut. "Die Beine waren gut bis zur vorletzten Runde", erzählte er nach dem Rennen. Dann stürzte er, verlor den Rhythmus und einige Plätze. Rang 22 war das unbefriedigende Resultat für Gölz, der in dieser Saison das Pech gepachtet zu haben scheint.

Die Fumic-Brüder Lado und Manuel nutzten am Wochenende den Albstadt-Bike-Marathon über 80 Kilometer für eine intensive Trainingseinheit. Vor mehr als 10 000 Zuschauern wurde Lado Fumic von dem Böblinger Andreas Dilger erst im Sprint geschlagen. Manuel Fumic wurde mit 2.34 Minuten Rückstand Sechster. Bereits am Freitag hatte Lado Fumic den Albstadt-City-Sprint für sich entschieden. Vor mehreren tausend Zuschauern lag er in Ebingen vor seinem Bruder Manuel und Marathon-Europameister Hannes Genze aus Sindelfingen.