Lokalsport

Zell ratlos, TG makellos, Weilheim trainerlos

Sechs Tore und keinen Sieger. Der Unterhaltungswert im Stadion Tischardt-Egart vor 300 Zuschauern im Spitzenspiel der Landesliga zwischen dem FC Frickenhausen und dem FC Eislingen war beim 3:3 groß.

EBERHARD EINSELEN

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KIRCHHEIM Beide Teams gehörten zu der gehobenen Elite der Landesliga mit Ambitionen auf den Aufstieg in die Verbandsliga. FCF-Spielertrainer Murat Isik: "Mich ärgert, dass wir drei Gegentore bekommen haben. Der Schiri war absolut nicht auf unserer Seite." Der Eislinger Kollege Ralf Rueff sah's so: "Das Spiel hat alles geboten, was im Vorfeld in diese Begegnung hinein interpretiert wurde. Das Endergebnis ist gerecht."

Der "Zeller Berg" ist für die gegnerischen Teams der TSG längst kein unüberwindliches Hindernis mehr. Gestern kassierten die Zeller nach einer 3:1-Führung noch eine bittere 3:5-Klatsche gegen den TKSV Geislingen. Spielleiter Andreas Wohlleben: "Wir sind etwas ratlos. Wir laden unsere Gegenspieler förmlich zum Toreschießen ein." Heute Abend beim Volksfest-Trip auf den Cannstatter Wasen soll der Frust ordentlich hinuntergespült werden.

Auch beim TSV Jesingen ist in dieser Saison längst nicht alles im "grünen Bereich". Gestern fiel das 1:1 gegen die Wernauer Sportfreunde durch den eingewechselten Neuzugang Servet Isik erst kurz vor Schluss. Trainer Klaus Müller: "Das Auftreten der Mannschaft war engagiert. Wir waren spielerisch die klar bessere Mannschaft. Aber sie hat sich wieder einmal nicht belohnt." Das Manko der Lehenäcker-Truppe liegt im Angriff. Müller: "Wir haben brutal viel Punkte verschenkt. Zunächst müssen wir uns jetzt nach hinten orientieren."

Der Frust unter der Limburg nimmt kein Ende. Gestern führte der TSV Weilheim bei der SGEH bis zur Halbzeit mit 2:0, kurz vor dem Pausenpfiff hatte sich allerdings SGEH-Spielertrainer Antonio Portale selbst eingewechselt - mit Folgen. Nach dem Wiedranpfiff erzielte er mit einem coolen Handstreich vier Tore. Am Ende verloren die Weilheimer hoch mit 2:6 eine Klatsche. Interims-Coach und Abteilungsleiter Martin Koch allerdings war gar nicht sauer: "Wir haben eine Stunde lang sehr gut gespielt. Hochachtung vor der Mannschaft." Ein Nachfolger für Oliver Klingler, der den TSVW Knall auf Fall verließ (wir berichteten), ist noch nicht in Sicht. Koch: "Es gibt kein Schnellverfahren über Nacht." Der Trainermarkt gibt derzeit schon was her. Beispielsweise Alexander Hübbe, der bis Ende der letzten Saison den GSV Dürnau coachte er führte ihn in die Landesliga. Hübbe wohnt in Weilheim, ist derzeit ohne Verein die Kontakte sind vorprogrammiert.

Seinen ersten Éinsatz hatte gestern Stefan Haußmann bei seinem neuen Verein VfB Neuffen nach dem erlittenen Kniescheibenbruch im vergangenen April. "Ich bin froh, dass es wieder geht", sagte Haußmann.

Bei der TG Kirchheim läuft's derzeit wie geschmiert, auch TG-Platzsprecher Claus Stepan läuft regelmäßig zur Höchstform auf. Gestern fehlte er allerdings wegen einer Familienfeier machte nichts: Gegen den TSV Ohmden gewann die TG mit 2:0.