Lokalsport

Ziel verfehlt: TSVÖ weiter Letzter

Auch am zweiten Wettkampfwochenende konnten die Luftpistolenschützen des TSV Ötlingen nicht die erhofften Punkte in der Bundesliga holen. Gegen die SSG Dynamit Fürth gab es eine 1:4-Niederlage, gegen die SGi Ludwigsburg unterlagen die Rübholz-Schützen unglücklich 2:3.

KIRCHHEIM Am Samstag und Sonntag bestritten die Sportschützen des TSV Ötlingen ihr zweites Wettkampfwochenende in der Luftpistole-Bundesliga Süd in der Kirchheimer Sporthalle Stadtmitte. Gegen die Schützen der SSG Dynamit Fürth und der SGi Ludwigsburg mussten unbedingt Siege her, um den letzten Tabellenplatz endlich zu verlassen. Gleich vorweg: das Ziel wurde glatt verfehlt.

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Erstmals konnten die Schützen des TSV Ötlingen ihren Neuzugang Yusuf Dikec einsetzen. Der mehrfache türkische Landesmeister in den Disziplinen Luft- und Zentralfeuerpistole lieferte sich in dem für ihn noch ungewohnten Umfeld der deutschen Bundesliga gegen die für Fürth schießende dänische Nationalmannschaftsschützin Susanne Meyerhoff einen packenden Wettkampf. Nach der Hälfte der Partie konnte keiner der beiden Schützen einen Vorsprung für sich erarbeiten. Erst im dritten Durchgang ging die Fürtherin mit zwei Ringen in Führung. In der letzten und entscheidenden Serie schoss Dikec zwar einen Ring mehr, musste der Dänin aber mit einem Ring Vorsprung den 381:380-Sieg überlassen.

Lag die Ötlinger Mannschaft nach der Hälfte der Begegnung noch mit 4:1 Einzelpunkten klar in Führung, so wendete sich das Blatt in den letzten Durchgängen zu Gunsten der Fürther. Michael Waibel lag nach 30 Schuss noch mit einem Ring gegen Herbert Ascherl in Führung, konnte diese aber nicht halten oder gar ausbauen. So musste er dem Fürther mit 366:367 Ringen diesen zweiten Einzelpunkt überlassen. Ähnlich erging es dem TSV'ler Achim Rieger gegen Christian Kelch. Zwei Ringe in Front bis zur Halbzeit und dann am Ende doch mit 367:370 klar verloren. Nur Roland Preissler rettete für die Rübholz-Schützen einen Einzelpunkt gegen Volker Roth. Dieser brach in der dritten Serie mit 86 Ringen ein und ermöglichte den Preissler-Sieg von 365:359.

Gänzlich von der Rolle schien Stefan Scharpf gegen Iris Kerschbaum zu sein. Beide begannen schwach mit 89 Ringen. Nach dreißig Schuss lag die Fürtherin mit drei Ringen vor Scharpf. In der Schlussserie verlor der Ötlinger nochmals einen Ring und unterlag klar mit 361:365. Somit war die dritte Niederlage der Sportschützen aus dem Rübholz in dieser Saison besiegelt.

Der Sonntag stand dann im Zeichen der Begegnung gegen Ludwigsburg. Die Barockstädter hatten sich durch den Vortagessieg gegen Heidelberg bereits den Klassenerhalt gesichert und konnten ohne großen Druck die Begegnung angehen. In der Paarung eins konnte der Ludwigsburger Andreas Schneider zu keiner Zeit den Sieg von Yusuf Dikec gefährden. Nach zwanzig Schuss lag Dikec bereits mit fünf Ringen in Führung. Diesen Vorsprung baute er weiter aus und ließ ihn sich bis zum 379:372-Sieg nicht nehmen. Auch Achim Rieger, auf der fünften Position für Ötlingen startend, zeigte eine gute Leistung und gewann gegen Julia Hochmuth mit 369:360.

Spannend verlief die Partie zwischen Florian Brunner und dem Ötlinger Michael Waibel. Nach dreißig Schuss stand es zwischen beiden Schützen 277:277. Am Ende hatte der Ludwigsburger die Nase mit 373:370 Ringen vorn und damit den ersten Einzelpunkt für Ludwigsburg gewonnen. Knapp ging es auch in der Begegnung Christof Schmid gegen Stefan Scharpf zu. Erst im dritten Durchgang setzte sich der Ludwigsburger vom Ötlinger ab und gewann mit vier Ringen Vorsprung und 379:375 Ringen. Alles kam jetzt auf den Ausgang der Partie Harald Köpke gegen Markus Geipel an. Der Vier-Punkte-Vorsprung des Ötlingers Geipel nach dreißig Schuss schürte die Hoffnung auf den ersten Sieg. Geipel hätte jedoch mit dem letzten Schuss eine Zehn schießen müssen, um das Stechen zu erreichen, doch es wurde nur eine Acht.

Die Ötlinger Luftpistolenschützen belegen damit weiterhin den letzten Tabellenplatz und befinden sich in einer ähnlich prekären Lage wie im letzten Jahr. "Wir wissen, dass wir erfolgreich sein können und werden auch wieder dahin zurückkehren," gibt sich Abteilungsleiter Joachim Poppek weiterhin sehr optimistisch. In den weiteren Wettkämpfen des Wochenendes besiegte die SGi Ludwigsburg den SV Heidelberg mit 4:1. In drei Paarungen dieses Wettkampfes entschied nur ein Ring Unterschied über Sieg oder Niederlage. In der vierten Paarung war zur Ermittlung des Siegers sogar ein Stechen erforderlich. Die Heidelberger Schützen konnten am Sonntag die SSG Dynamit Fürth 3:2 bezwingen, wobei die Fürtherin Meyerhoff ihre Klasse mit 383 Ringen erneut bewies.

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