Lokalsport

Zittern auf dem Berg

Frickenhausen will ins Champions-League-Viertelfinale

Endspiel um den Einzug ins Viertelfinale der Tischtennis-Champions-League für den TTC Frickenhausen: Morgen Abend gastiert der ungarische Vertreter Lombard Budapest in der Sporthalle auf dem Berg – der Sieger zieht in die Runde der letzten Acht ein und misst sich mit den besten Tischtennisteams Europas.

Frickenhausen. Eine weitere schwere Aufgabe wartet auf die Schützlinge von Trainer Jian Xin Qiu in der Champions League. In der Gruppe C haben außer dem bereits qualifizierten Team SVS Niederösterreich noch alle anderen Mannschaften die Chance, sich für das Viertelfinale zu qualifizieren. Mit einem Sieg gegen die ungarische Mannschaft würde der TTC ins Viertelfinale der Tischtennis-Königsklasse einziehen. Eine Niederlage sollte man sich freilich nicht erlauben, da man sonst nämlich auf Schützenhilfe aus Niederösterreich angewiesen wäre. Das Alpenteam um Werner Schlager müsste die Mannschaft aus Castelgoffredo am gleichen Abend in fremder Halle in Schach halten.

Vorsicht ist allerdings erstmal vor den Budapestern geboten: Das ungarische Team wird angeführt vom Schweden Jörgen Persson, der trotz seiner 42 Jahre immer für eine Überraschung gut ist. Mit Daniel Zwickel und Krisztian Nagy hat der Club zudem zwei junge Spieler in seinen Reihen, die bereits gezeigt haben, dass sie an einem guten Tag auf hohem Niveau spielen können. Das Magyaren-Trio wird also mit Sicherheit alles tun, um dem TTC das Leben schwer zu machen – angesichts der dramatischen Konstellation (schließlich kann auch Budapest bei einem Sieg noch das Viertelfinalticket lösen) ist für Hochspannung gesorgt.

Beim gastgebenden TTC kann Trainer Jian Xin Qiu seit langer Zeit mal wieder auf alle Spieler zurückgreifen. Somit ist der deutsche Vizemeister auch leicht favorisiert, zumal bereits das Hinspiel in Ungarn glatt mit 3:0 gewonnen werden konnte. Dennoch warnt TTC-Manager Christoph Reuhl: „Das wird mit Sicherheit ein ganz schweres Spiel für unser Team. Persson kann an einem guten Tag immer noch jeden Spieler in der Welt schlagen. Wir hoffen in diesem schweren Match natürlich auf die zahlreiche Unterstützung unserer Fans.“ Diese sollten sich übrigens nicht durch das TTC-Programmheft in die Irre führen lassen: Die Partie beginnt bereits um 19.30 Uhr und nicht, wie angekündigt, um 20 Uhr.

In den weiteren Partien mit deutscher Beteiligung trifft Titelkandidat Borussia Düsseldorf auf den Club des Ex-Frickenhauseners Ma Wenge, Circolo Milano. Die bereits für das Viertelfinale qualifizierten Rheinländer werden ohne Topstar Timo Boll antreten. Ebenfalls schon sicher in der Runde der letzten Acht sind die TTF Ochsenhausen, die in Spanien bei San Sebastian auf den wieder genesenen Schweden Pär Gerell zurückgreifen können.

Ähnlich spannend wie in Frickenhausen wird es morgen Abend in Osthessen: Champions-League-Neuling TTC Fulda kämpft gegen den spanischen Club CTM Cajagranada um Rang zwei und damit um das letzte Ticket fürs Viertelfinale. Die Fuldaer um den schwedischen Altmeister Jan-Ove Waldner (43) müssen dabei mit 3:0 gewinnen und dürfen maximal nur drei Sätze abgeben – kein Wunder also, dass im Vorfeld der Partie bereits auf das „Wunder von Fulda“ gehofft wird. pm

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