Lokalsport

Zu oft in alte Fehler verfallen

Die zweite Niederlage in Folge mussten die Weilheimer Handballer beim TSV Grabenstetten hinnehmen. Mit 23:29 (11:13) zog die Schmauck-Sieben auf der Alb den Kürzeren.

GRABENSTETTEN Der gastgebende TSV Grabenstetten fand besser ins Spiel und führte durch ein Kreistor und zwei Siebenmeter schnell mit 3:1. Heiko Binder hatte für die Gäste aus dem Rückraum getroffen. In der Folgezeit nutzten die Grabenstettener immer wieder die zu langsame Seitwärtsbewegung der Weilheimer Deckung und kam ein ums andere Mal auf der linken Außenposition unbedrängt zum Wurf. Logische Konsequenz: nach zwölf Minuten stand es 6:3 für die Hausherren.

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Hoffnung keimte beim Weilheimer Anhang in der 20. Minute auf, als es den Limburgstädtern durch konzentrierte Abwehrarbeit und sicher vorgetragene Angriffe beim 8:8 gelang, erstmals wieder auszugleichen. Diese starke Weilheimer Phase sollte sich allerdings als Strohfeuer erweisen und bis zur 24. Minute konnte Grabenstetten den alten Abstand (12:9) wieder herstellen. Diesen Rückstand konnte Weilheim bis zur Halbzeit lediglich um ein Tor auf 11:13 verkürzen.

Direkt nach der Halbzeit ein erneuter Hoffnungsschimmer auf Seiten der Gäste, als man innerhalb von fünf Minuten zum 15:15 ausgleichen konnte. Aber auch hier konnte Grabenstetten sofort kontern eine doppelte Weilheimer Unterzahl in der 35. Minute nutzten die Gastgeber zu drei Toren in Folge. Als in der 40. Minute erneut zwei Weilheimer Akteure auf die Strafbank mussten, legte Grabenstetten nochmals drei Tore nach. In der 43. Minute war die Messe beim Spielstand von 15:21 so gut wie gelesen.

Die restliche Spielzeit plätscherte dann ohne sonderliche Aufreger vor sich hin. Zwar konnten sich die Hausherren zwischenzeitlich bis auf acht Tore absetzen (20:28, 52.), aber Weilheim gelang es, bis zum Spielende noch etwas Ergebniskosmetik zu betreiben, sodass man sich schlussendlich mit 23:29 trennte. Weilheimer Mankos: Zu oft verfiel man in Phasen, in denen man drauf und dran war, das Spiel zu kippen, in alte Fehler. Zu oft rannte man sich in der Grabenstetter Abwehr fest und kam man doch mal zum Wurf, scheiterte man immer wieder am gut aufgelegten Heimtorhüter. Man hatte manchmal den Eindruck, als wäre auf Weilheimer Seite der hundertprozentige Wille, ein Tor zu werfen, nicht vorhanden.

Es liegt nun an der Mannschaft, Charakter zu zeigen und in den letzten vier Spielen zu beweisen, dass die Luft nach der turbulenten letzten Woche noch nicht ganz draußen ist. Vielleicht kommt den Weilheimern die zweiwöchige Faschingspause gerade rechtzeitig.

ab

TSV Weilheim:

Müske, Rehkugler Schorr, Sigel, Schill (3), Klein, Binder (3), Gomringer, Bleher (1), Bächle (1), Hägele (4), Gieß (8/3), Weiß (3), Bachofer.TSV Grabenstetten:

Rehm Lanki (7), Gollmer (1), Hoffmann (1), Goller (6), Haase (3), Brändle (8/4), Holder (1), Boß (2).