Lokalsport

Zu viel Herz, zu wenig Kopf

Basketball: Knights verlieren Heimspiel gegen Heidelberg mit 83:90

Die Erfolgsserie der Kirchheimer Zweitligabasketballer ist gerissen. Nach zuvor vier Siegen kassierten die Knights am Samstag eine 83:90-Heimniederlage gegen Heidelberg. Trotz gutem Start verloren die Kirchheimer im zweiten Viertel den Faden und schafften es nicht mehr, die Gäste in Bedrängnis zu bringen. Ben Beran war mit 19 Punkten erfolgreichster Teckstädter.

Der Teamgeist stimmt, das Ergebnis nicht: Kirchheims Basketballer sind auf Tabellenplatz sieben abgerutscht. Foto: Markus Brändl
Der Teamgeist stimmt, das Ergebnis nicht: Kirchheims Basketballer sind auf Tabellenplatz sieben abgerutscht. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Rund 1 000 Zuschauer in der Sporthalle Stadtmitte sahen am Samstagabend ein Basketballspiel mit einem am Ende abgezockten Heidelberger Team, das von der individuellen Stärke von Shyron Ely, Jay Threatt und Michael Jost getragen wurde. Die Kirchheimer setzten Kampfgeist und Mannschaftsspiel dagegen, mussten sich am Ende dennoch verdient geschlagen geben. „In wichtigen Situationen haben wir mit zu viel Herz und zu wenig Kopf gespielt“, beschrieb Trainer Frenkie Ignjatovic den Unterschied beider Mannschaften. „Die individuelle Klasse Heidelbergs ist schon sehr stark. Wir hatten zu viele Ballverluste, um dem entscheidend etwas entgegenzusetzen“, so der Trainer weiter, der vor allem mit dem Spielbeginn sehr zufrieden war.

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Nach holprigen Anfangsminuten besannen sich die Ritter ihrer Stärken und dominierten das Spiel. Die Defensive saß und vorne wurden einfache Punkte herausgespielt. Ben Beran erzielte zehn Punkte in den ersten Minuten und so gingen die Teckstädter mit 23:16 zum Viertelende in Führung. Da DJ Byrd frühzeitig mit zwei Fouls belastet war, musste Ignjatovic reagieren. Und mit den ersten Wechseln schlichen sich auch die ersten Unachtsamkeiten ins Kirchheimer Spiel ein. Heidelberg nutzte diese Phase, um selbst erste Akzente zu setzen und nun seine Stärken voll auszuspielen. Die stärkste Waffe an diesem Abend hieß Shyron Ely – 28 Punkte legte der Forward auf und setzte sich dabei gegen starke Verteidiger wie Max Rockmann und DJ Byrd durch. Immer wieder gelang es dem dynamischen US-Amerikaner zum Korb zu ziehen. Häufig gefoult, agierte er traumwandlerisch sicher von der Freiwurflinie. Zur Pause gerieten die Ritter mit 41:34 in Rückstand. Ganze elf Punkte gelangen dabei den Hausherren, während auf Heidelberger Seite alleine Jost zehn Punkte erzielte.

Sollten die Ritter wieder von ihrem unbändigen Kampfgeist profitieren? Die Antwort hieß Nein. Doch zunächst sah es so aus, als ob die Ritter wieder ins Spielgeschehen eingreifen könnten. Punkt für Punkt kämpften sich die Hausherren zurück in die Partie. DJ Byrd und Bryan Smithson verkürzten nochmals auf zwei Punkte, doch zur Führung reichte es nicht.

Den Schlussabschnitt rissen die Gäste dann frühzeitig an sich. Die Verteidigung der Kirchheimer bekam die Heidelberger Truppe nicht mehr in den Griff. Vor allem Point-Guard Jay Threatt lud nun die Verantwortung auf seine Schultern. Immer wieder zog er unwiderstehlich zum Korb und netzte per Halbdistanzwurf ein. Die Kirchheimer versuchten nochmals alles, doch der Abstand war zu groß. Nach einem unsportlichen Foul von DJ Byrd und zwei nicht verwandelten Freiwürfen von Devin White, bebte die Sporthalle Stadtmitte nochmals, doch das Comeback blieb den Hausherren verwehrt.

„Wir werden viel aus dieser Niederlage lernen und mitnehmen können“, sagte Trainer Ignjatovic und richtete dabei den Blick bereits auf kommende Aufgaben. Vor den Kirchheimern steht die nächste englische Woche. Zunächst müssen die Mannen um Kapitän Tomasevic am kommenden Freitag in Ehingen zum Derby antreten. Zwei bittere Niederlagen aus dem Vorjahr dürften den Kirchheimer Fans noch in Erinnerung sein.

Zwei Tage später folgt dann der nächste Auftritt in der heimischen Sporthalle Stadtmitte. Mit den Oettinger Rockets aus Gotha erwartet auch hier die Ritter eine schwere Aufgabe. Spielbeginn ist am Sonntag um 17 Uhr.cs

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