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Zum dritten Mal die Schokoladenseite zeigen

Mit einem Sieg über Schnaitheim können sich die Weilheimer Fußballer weiter vom Tabellenkeller absetzen – Wer steht im Tor?

Im zweiten Heimspiel in diesem Jahr gilt es für den TSV Weilheim, die neuerdings gute Ausgangslage zu verbessern. Mit einem Sieg gegen den Tabellendrittletzten TSG Schnaitheim könnten die Limburgstädter ihr Punktepolster im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga weiter vergrößern.

TSV Weilheim - SV EbersbachKai Hoersting
TSV Weilheim - SV EbersbachKai Hoersting

Weilheim. Vier Punkte, einen Treffer erzielt und noch kein Gegentor bekommen – das ist die bemerkenswerte Bilanz des TSV Weilheim im Jahre 2012. Vor allem die gute Abwehrarbeit stimmt für die nahe Zukunft zuversichtlich. Nicht nur, dass bei den Limburgstädtern die Null steht, sie ermöglichen dem Gegner derzeit auch kaum gute Torchancen. Verbesserungsfähig ist nur das Spiel nach vorne. In beiden Begegnungen ist es den Weilheimern noch nicht gelungen, aus dem Spiel heraus ein Tor zu erzielen. Der bisher einzige Treffer resultierte aus einem verwandelten Foulelfmeter von Thomas Edelmann. „Wir müssen versuchen, an die Leistungen der letzten beiden Spiele anzuknüpfen“, fordert TSV-Trainer Alexander Hübbe vor dem Spie gegen die TSG Schnaitheim.

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Die Aussichten für den Sonntag sind gut – auch weil der Gegner keiner ist, der Furcht einflößen könnte. Zu einem hat der Aufsteiger mit derzeit 55 Gegentoren die schlechteste Abwehr der Liga, zum anderen können die Weiheimer wieder auf Torjäger Kai Hörsting zurückgreifen, der seit Montag vom Urlaub zurück ist. Ob der 13-fache Torschütze allerdings von Anfang spielen wird, ist offen. „In den letzten beiden Spielen waren die Leistungen in Ordnung, sodass es eigentlich keinen Grund gibt, zu wechseln“, sagt Hübbe. „Ich warte allerdings noch das Abschlusstraining ab.“ Auch wer gegen Schnait­heim zwischen den Pfosten stehen wird, ob Bastian Treiber oder Neuzugang Martin Habram, ist unsicher – weil sich beide auf Leistungsebene derzeit in nichts nachstehen. Hübbe: „Es macht richtig Spaß, den beiden im Training zuzusehen.“ Die Fans dürfen gespannt sein, wer das Rennen am Sonntag macht.

Zuversicht in Weilheim – Tristesse in Schnaitheim. Seit dem 6. November hat die TSG kein Spiel mehr gewonnen. Damals gab es einen 3:2-Erfolg gegen den 1. FC Eislingen. In den letzten sieben Spielen gab es hingegen nur einen Zähler (beim 1:1 gegen den TSV Regglisweiler). Trotz der negativen Serie sitzt der Schnaitheimer Trainer Ralf Polzer weiter fest im Sattel.

„Wenn es sein muss, gehen wir mit Polzer notfalls in die Bezirksliga“, sagt Abteilungsleiter Reinhold Lindner. Die Verantwortlichen haben den Vertrag mit Polzer bereits verlängert, und der Kontrakt hat auch bei Abstieg Gültigkeit.

Angesichts von vier Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz hat bei der TSG Schnaitheim noch keiner die Hoffnung auf den

Klassenerhalt aufgegeben. „Uns fehlte in den letzten drei Spielen das nötige Glück“, sagt Polzer. In den restlichen zehn Begegnungen müsste die Mannschaft zur Rettung freilich aber noch kräftig punkten. „Wir müssen noch 18 Punkte holen“, rechnet Schnaitheims Abteilungsleiter vor. Ein Anfang soll im Gastspiel beim TSV Weilheim gemacht werden. Mutmacher ist das Hinspiel, das die TSG mit 4:0 gewann. me