Lokalsport

Zum Wunder fehlt ein ganzes Stück

SG-Frauen gegen den Tabellenführer chancenlos

Wie zu erwarten war: Für die Handballerinnen der SG Lenningen gab es gegen den Landesliga-Tabellenführer HSG Deizisau/Denkendorf nichts zu holen. Mit dem 17:27 ist die SG in der Tabelle nun auf den vorletzten Platz abgerutscht.

Lenningen. In einer Partie zweier grundverschiedener Mannschaften profitierten die Gäste von vielen Abspielfehlern der SG, die es dem Spitzenreiter damit einfach machte, über Konter zu leichten Toren zu kommen. Lenningen wehrte sich nach einer verschlafenen Startphase zwar nach Kräften und konnte bis zur Halbzeit auch einigermaßen mithalten. Danach ließen Konzentration und Zielgenauigkeit allerdings rapide nach. Nach einem erfolgreich ausgeführten Strafwurf der Gäste lag die SG nach neun Minuten bereits mit 2:6 zurück. Die ansonsten stabile und schnelle Abwehr hatte ihren Rhythmus noch nicht gefunden. Unachtsamkeiten in der Abwehr und leichte Ballverluste boten dem Gegner Chancen auf dem Silbertablett. Ringelspacher, Schweikert und Schilling hielten die SG bis zum 7:11-Pausenstand noch im Spiel. Wie bereits in den letzten Spielen hatte Torfrau Lisa Kullen erneut großen Anteil daran, dass die SG auf Tuchfühlung blieb.

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In der zweiten Halbzeit erlebten die Zuschauer dann eine andere Mannschaft auf Lenninger Seite: Die erste Viertelstunde im Tiefschlaf, wuchs der Vorsprung der Gäste in Kürze auf über zehn Tore an. Mit der offensiven Abwehr der HSG, die die Kreise von Saskia Schweikert störte, kam die Mannschaft nicht zurecht. Das führte zu teils haarsträubenden Abspielfehlern. Lenninger Tore waren nun häufiger Zufallsprodukte als gezielt herausgespielt. Die Außenspielerinnen standen auf verlorenem Posten. Der Treffer von Gaby Mück von Linksaußen zum 11:21 blieb eine Ausnahme.

Saskia Schweikert konnte mit drei Treffern in Folge den Abstand wieder etwas reduzieren, aber die Kräfte im Lenninger Rückraum schwanden langsam dahin. Die verletzte Sabrina Klein wurde in dieser Phase im Angriff schwer vermisst. Wegen einer Schulterverletzung konnte sie nur in der Abwehr eingesetzt werden. Die HSG kontrollierte die Partie und konnte noch zulegen. Den Schlusspunkt für die SG setzte Carolin Luxenhofer per Strafwurf zum 17:27- Endstand. Zumindest eine Vorgabe von SG-Coach Michael Attinger war am Ende erfüllt: Es gab keine neuen Verletzten in der bereits stark dezimierten Mannschaft. rs

SG Lenningen: Kullen, Schmierer - Kazmaier, Götz, Ringelspacher (4), Luxenhofer 3/1), Dangel, Klein, Schilling (5), Mück (1), Schweikert (4/1)

HSG Deizisau/Denkendorf: Kromer, Koch, Steinhäuser - Mizrahi (2), Twardowski (3), M. Boltjes (3), Brockel, Oßwald (4), Beskaya (6), Seyfried (4/3), A. Boltjes (4), Föll (1)